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Forsa-Umfrage : Die Deutschen wollen keine Zeitumstellung

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In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um 02.00 Uhr um eine Stunde auf 03.00 Uhr vorgestellt. Bild: dpa

Schlafstörungen, Unkonzentriertheit, Depressionen. Viele Deutsche beklagen die negativen Folgen der Zeitumstellung – und fordern deren Abschaffung.

          Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich nach einer neuen Umfrage die Abschaffung der Zeitumstellung. 73 Prozent der Befragten sprachen sich in einer repräsentativen Studie des Forsa-Instituts gegen das Umstellen der Uhren im Frühjahr und Herbst aus. Wie die Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit weiter ergab, glauben jedoch nur 31 Prozent, dass die zur Energieeinsparung gedachte Maßnahme in den nächsten fünf Jahren tatsächlich abgeschafft wird. Das Europäische Parlament hatte im Februar die EU-Kommission aufgefordert, die Vor- und Nachteile der Zeitumstellung genau zu prüfen und sie gegebenenfalls zu beenden.

          Im Februar beschloss das Straßburger Parlament, dass die Kommission eine "gründliche Bewertung" der entsprechenden Richtlinie vornehmen und gegebenenfalls Änderungsvorschläge vorlegen soll.

          In der Umfrage gaben 27 Prozent der Befragten an, schon einmal gesundheitliche Probleme nach dem Wechsel zwischen Winter- und Sommerzeit gehabt zu haben. Als Beschwerden wurden vor allem Müdigkeit, Schwierigkeiten beim Einschlafen und Konzentrationsprobleme genannt.

          63 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer klagten indes über Einschlafprobleme und Schlafstörungen. Knapp ein Drittel konnte sich nach eigenen Angaben schlechter konzentrieren und 26 Prozent fühlten sich gereizt. Am häufigsten gaben die Befragen an, sich müde oder schlapp gefühlt zu haben. Depressive Verstimmungen kamen bei jedem zehnten Befragten vor. Jeder fünfte Berufstätige ist nach der Zeitumstellung schon einmal zu spät zur Arbeit gekommen.

          Die wenigsten Probleme mit dem Dreh an der Uhr haben jüngere Menschen unter 30 Jahren. Menschen mittleren Alters gaben weit häufiger an, in Folge der Zeitumstellung Probleme gehabt zu haben. Forsa befragte insgesamt 1005 Menschen.

          In der Nacht zum kommenden Sonntag werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Sommerzeit. Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren dann in allen Staaten der EU wieder auf die Winterzeit – also die Normalzeit – zurückgedreht.

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