https://www.faz.net/-gum-98abt

Forsa-Umfrage : Die Deutschen wollen keine Zeitumstellung

  • Aktualisiert am

In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um 02.00 Uhr um eine Stunde auf 03.00 Uhr vorgestellt. Bild: dpa

Schlafstörungen, Unkonzentriertheit, Depressionen. Viele Deutsche beklagen die negativen Folgen der Zeitumstellung – und fordern deren Abschaffung.

          Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich nach einer neuen Umfrage die Abschaffung der Zeitumstellung. 73 Prozent der Befragten sprachen sich in einer repräsentativen Studie des Forsa-Instituts gegen das Umstellen der Uhren im Frühjahr und Herbst aus. Wie die Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit weiter ergab, glauben jedoch nur 31 Prozent, dass die zur Energieeinsparung gedachte Maßnahme in den nächsten fünf Jahren tatsächlich abgeschafft wird. Das Europäische Parlament hatte im Februar die EU-Kommission aufgefordert, die Vor- und Nachteile der Zeitumstellung genau zu prüfen und sie gegebenenfalls zu beenden.

          Im Februar beschloss das Straßburger Parlament, dass die Kommission eine "gründliche Bewertung" der entsprechenden Richtlinie vornehmen und gegebenenfalls Änderungsvorschläge vorlegen soll.

          In der Umfrage gaben 27 Prozent der Befragten an, schon einmal gesundheitliche Probleme nach dem Wechsel zwischen Winter- und Sommerzeit gehabt zu haben. Als Beschwerden wurden vor allem Müdigkeit, Schwierigkeiten beim Einschlafen und Konzentrationsprobleme genannt.

          63 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer klagten indes über Einschlafprobleme und Schlafstörungen. Knapp ein Drittel konnte sich nach eigenen Angaben schlechter konzentrieren und 26 Prozent fühlten sich gereizt. Am häufigsten gaben die Befragen an, sich müde oder schlapp gefühlt zu haben. Depressive Verstimmungen kamen bei jedem zehnten Befragten vor. Jeder fünfte Berufstätige ist nach der Zeitumstellung schon einmal zu spät zur Arbeit gekommen.

          Die wenigsten Probleme mit dem Dreh an der Uhr haben jüngere Menschen unter 30 Jahren. Menschen mittleren Alters gaben weit häufiger an, in Folge der Zeitumstellung Probleme gehabt zu haben. Forsa befragte insgesamt 1005 Menschen.

          In der Nacht zum kommenden Sonntag werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Sommerzeit. Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren dann in allen Staaten der EU wieder auf die Winterzeit – also die Normalzeit – zurückgedreht.

          Weitere Themen

          Johnson blitzt bei Juncker ab

          Brexit-Treffen : Johnson blitzt bei Juncker ab

          Der britische Premierminister Johnson hatte Zuversicht verbreitet, doch seine Gespräche mit Kommissionschef Juncker blieben ohne konkretes Ergebnis. Das erste Treffen zwischen den beiden Politikern findet ein kurioses Ende.

          Topmeldungen

          Künast hat sich bei zahlreichen Gelegenheiten von der früheren Position mancher Grüner distanziert.

          Hass-Posts gegen Renate Künast : Erlaubt ist alles

          „Stück Scheiße“, „Schlampe“, „Drecksau“ – solche und noch krassere Kommentare prasselten auf Renate Künast ein. Das Landgericht Berlin sieht darin keine persönliche Schmähung, sondern nur zulässige Sachkritik.
          Die Stadt Sassnitz auf der Insel Rügen hat etwa 9000 Einwohner.

          SPD kooperiert mit AfD : „Ich habe da kein schlechtes Gewissen“

          Immer wieder hat die SPD in Bund und Ländern bekräftigt, mit der AfD nicht zusammenarbeiten zu wollen. In Sassnitz auf Rügen reichen die beiden Parteien aber jetzt gleich sieben Anträge gemeinsam ein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.