https://www.faz.net/-gum-ah973

Jugendliche haben abgestimmt : „Cringe“ ist Jugendwort des Jahres 2021

  • Aktualisiert am

Jugendliche beim „Chillen“ im Riemer Park in München im Mai 2020 Bild: Picture-Alliance

Neben „cringe“ galten auch die Begriffe „sheesh“ und „sus“ als Favoriten. Doch der Ausdruck der Jugend fürs Fremdschämen machte in der Abstimmung das Rennen, wie der Langescheidt-Verlag mitteilte.

          1 Min.

          „Cringe“ ist das „Jugendwort des Jahres“ 2021. Der Begriff beschreibt etwas Peinliches oder Unangenehmes und setzte sich bei einem finalen Voting des Langenscheidt-Verlags mit 42 Prozent der Stimmen durch, wie das Unternehmen am Montag in Stuttgart mitteilte. Zuvor hatten Jugendliche in mehreren Runden über ihr Lieblingswort abgestimmt - übrig geblieben waren schließlich neben „cringe“ auch die Begriffe „sheesh“ und „sus“. „Sheesh“ drückt Erstaunen oder Ungläubigkeit aus, das Wort „sus“ heißt so viel wie „verdächtig“ oder „auffällig“.

          „Sus“ landete im Finale mit 32 Prozent der Stimmen nun auf Rang zwei vor „sheesh“ (26 Prozent). Insgesamt beteiligten sich nach Langenscheidt-Angaben bei der seit dem 14. Juni laufenden Wahl rund 1,2 Millionen Jugendliche.

          Seit 2020 können Jugendliche über die Webseite des Verlages selbst abstimmen. Zuvor hatten Erwachsene über das Jugendwort entschieden, was immer wieder für Diskussionen gesorgt hatte. Seit 2008 wählt Langenscheidt das Jugendwort des Jahres - die Wahl wurde in der Vergangenheit mitunter als Werbeaktion des Verlages kritisiert.

          Im vergangenen Jahr wurde „lost“ zum Jugendwort des Jahres gekürt. Es drückt Ahnungslosigkeit und Unsicherheit aus. Der jetzige Sieger „cringe“ landete im vergangenen Jahr bereits auf Platz zwei.

          Weitere Themen

          Die Mörder sind unter uns

          „Otello” in Neapel : Die Mörder sind unter uns

          Stéphane Lissner versucht, in der verarmten Stadt Neapel das Opernhaus zu einer „sozialen Plattform” zu machen. Mit Giuseppe Verdis „Otello” findet er, nicht nur dank Jonas Kaufmann, Anschluss an Europa.

          Der Winter naht

          Brief aus Istanbul : Der Winter naht

          Die türkische Lira verfällt, die Inflation steigt, die Heizkosten steigen stark an, und viele Menschen werden frieren. Präsident Erdoğan aber hält sich für einen großen Ökonomen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.