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Homeschooling : Mathestunde am Laptop

Digitales Homeschooling gibt es in Deutschland nicht flächendeckend. Bild: EPA

Eine Mutter aus London erzählt, wie die Schule ihres Sohnes es trotz Corona schafft, den Unterricht digital weiterzuführen – von 9 bis 15 Uhr.

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          Wir leben seit zehn Monaten mit unseren drei Kindern in London. Unserer ältester Sohn ist acht Jahre alt, in Deutschland ginge er in die zweite Klasse, hier ist er schon in der dritten. Natürlich waren wir Eltern alle skeptisch, wie das gehen soll, wenn die Kinder zu Hause lernen müssen. In Großbritannien schlossen die Schulen eine Woche vor den Osterferien. Das Homeschooling an der Privatschule meines Sohnes war da noch ganz schön chaotisch. Aber die Lehrer haben dann in den Ferien komplett durchgearbeitet und sich ein Konzept für den digitalen Unterricht überlegt. Seitdem hat unser Sohn von Montag bis Freitag sechs Stunden Unterricht am Laptop. Und das klappt super.

          Die Kinder haben einen ganz normalen Stundenplan. Um 8.45 Uhr startet die Videokonferenz: Alle Kinder werden von der Klassenlehrerin begrüßt. Gemeinsam besprechen sie den Tag und was alles ansteht. Von 9 bis 9.30 Uhr gibt es Sport. Der Sportlehrer hat vorab Videos von sich selbst gemacht, Gymnastikübungen oder Yoga, alles, was man zu Hause machen kann. Die Kinder sehen dann die Videos, der Lehrer ist bei dem Anruf aber auch zugeschaltet und schaut zu, um korrigieren zu können, wenn einer etwas falsch macht.

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