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Clooney bei Merkel : „Wir wollen sie fragen, was wir tun können“

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Bild: dpa

George Clooney ist nicht nur ein erfolgreicher Schauspieler und Filmproduzent, der Amerikaner engagiert sich auch seit Jahren politisch. In Berlin traf er nun Kanzlerin Merkel.

          Ausnahmsweise hat George Clooney höchstpersönlich einen roten Teppich ausgelegt – sich selbst auf dem Weg ins Bundeskanzleramt. „Ich bin absolut einverstanden damit“, hatte der Schauspieler über Angela Merkels Flüchtlingspolitik gesagt, ehe er am Freitagmorgen für eine gute Stunde zu Gast bei der Bundeskanzlerin war. Die wird es erträglich gefunden haben, dass Clooney eigentlich nicht ihretwegen nach Berlin gereist war, sondern wegen der Berlinale-Filmfestspiele, bei denen sein Film „Hail Caesar“ vorgeführt wurde. Er wolle mit der Kanzlerin besprechen, „was wir tun können“, hatte Clooney auch gesagt.

          Wir: Das ist die Hilfsorganisation „International Rescue Committee“, die sich für Projekte zugunsten von Flüchtlingen etwa im Sudan einsetzt. Clooney engagiert sich darin. Seine Frau, die Anwältin Amal Alamuddin, tut es auch. Und weil David Miliband, der frühere britische Außenminister, Vorsitzender der Organisation ist, war auch er bei dem Gespräch dabei. Merkel ist beliebt in diesen Kreisen. Sie pflegt die Kontakte – und ist auch gefragt. Vor Jahr und Tag, 2007, hatte sie Bono, Sänger der Rock-Gruppe U2, zu Besuch, der sich im Kampf gegen die Armut in Afrika einsetzt und der Angela Merkel als „ein Symbol der Moral für Europa“ gewürdigt hatte. Eine Formel aus diesen Tagen hatte Merkel damals schon verwendet. „Wir können in den nächsten fünf Jahren noch vieles schaffen“, hatte sie damals über die deutsche Entwicklungshilfe angekündigt.

          Clooney wurde vom ehemaligen britischen Außenminister David Miliband begleitet, der Präsident der amerikanischen Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) ist.

          Jahre später blieben Merkels Bemerkungen karg. Es sei um das Engagement von Nichtregierungsorganisationen gegangen, sagte sie, sowie um Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Regierungen. Es sei um Fluchtursachen gegangen und um Möglichkeiten, Menschen für ein humanitäres Engagement zu ermutigen. „Insofern war es ein sehr gutes Gespräch“, sagte Merkel auch, was eine Formel ist, die sie sogar über ein Gespräch mit Horst Seehofer verwenden könnte. Unbekannt blieb vorerst, ob Merkel dem Schauspieler über ihren Besuch einst 2010 in Hollywood erzählte. Wahrscheinlich aber sind die Zeiten zu ernst heute. Freude hatten natürlich die Sicherheitsbeamten des Kanzleramtes: Selfies mit dem Star aus Hollywood.

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