https://www.faz.net/-gum-9878z

„Schrei nach Liebe“ : Chöre singen in München gegen Pegida

  • Aktualisiert am

Vor der Staatsoper in München haben rund 2000 Menschen Lieder gegen die fremdenfeindliche Gruppierung Pegida angestimmt. Bild: dpa

„Die Ärzte kommen“, unter diesem Motto haben rund 2000 Menschen in der Münchner Innenstadt gegen Pegida angestimmt - nicht nur Lieder der Rockgruppe.

          Rund 35 Chöre und 2000 Menschen haben am Samstag mitten in München ihre Stimme gegen Pegida erhoben. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) eröffnete die als Chorprobe betitelte Kundgebung und sagte: „Wir werden uns unsere Stadt nicht von den Rechten kaputt machen lassen. Und heute singen wir dagegen.“ Der Protest richtete sich gegen eine Kundgebung von Pegida aus Dresden, zu der eineinhalb Stunden später auch deren Chef Lutz Bachmann erwartet wurde.

          Bis zu 2000 Menschen waren laut Polizei dem Aufruf des Kulturzentrums Bellevue di Monaco zur öffentlichen Chorprobe gefolgt. Am Max-Joseph-Platz vor der Staatsoper sangen die Teilnehmer der Kundgebung unter anderem das Partisanenlied „Bella Ciao“ und „Schrei nach Liebe“ von der Band Die Ärzte.

          Viele haben sich erhofft, dass die Band bei der Kundgebung, die unter dem Motto „Die Ärzte kommen! München singt gegen Pegida“ stand, auftritt. Einige der Demonstranten haben sich auch als Ärzte mit weißen Kitteln verkleidet. Die Polizei München twitterte am Samstagmittag, dass es weitere kleinere Gegenveranstaltungen zu der Pegida-Demo in der Innenstadt gab.

          Weitere Themen

          Der asiatische Eindringling

          Algenplage im Mittelmeer : Der asiatische Eindringling

          Laut spanischen Fischern spielt sich unter der Meeresoberfläche an der Straße von Gibraltar eine Umweltkatastrophe unabsehbaren Ausmaßes ab. Fische gehen nicht mehr viele ins Netz – stattdessen tonnenweise braune Algen.

          Topmeldungen

          F.A.Z.-Serie Schneller schlau : Wem gehört der Wald?

          Wenige Tage vor der Sitzung des Klimakabinetts in Berlin läuft die Diskussion darüber heiß, wie noch mehr CO2 in der Atmosphäre verhindert werden kann. Ein Teil der Lösung wird im Wald liegen. Wer profitiert davon?
          Supercomputer Summit von IBM

          KI statt Simulation : Den Superrechnern geht die Luft aus

          Die Leistung von Supercomputern wächst kaum noch. Der Grund ist die fatale Fokussierung auf Künstliche Intelligenz. Numerische Verfahren gelten als „unsexy“.
          Brustkrebs macht sich bei der ärztlichen Untersuchung durch verhärtete Gewebeknoten bemerkbar. Diese können Frauen häufig auch selbst ertasten.

          Brustkrebs : Ein Medikament revolutioniert die Therapie

          Das Medikament Herceptin ebnete den Weg für die personalisierte und hochspezifische Behandlung der Zukunft. Was der Wissenschaft damit gelungen ist, lässt sich als „game changer“ bezeichnen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.