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Amerikanische Ureinwohner : Cherokee-Indianer erlauben „Homo-Ehe“

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Vor eineinhalb Jahren legalisierte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die gleichgeschlechtliche Ehe. Bild: AP

Sie gelten als politisch besonders fortschrittlich – und doch haben sich die Cherokee viel Zeit gelassen. Jetzt dürfen auch ihre Stammesmitglieder gleichgeschlechtliche Ehen eingehen.

          Eineinhalb Jahre nach der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe durch den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten dürfen auch homosexuelle Mitglieder des Stammes der Cherokee heiraten. Das Justizministerium der Cherokee-Nation in Oklahoma hob jetzt das Verbot der „gay marriage“ auf, da es dem Grundsatz der Gleichbehandlung aller Stammesmitglieder widerspreche.

          Das Gesetz aus dem Jahr 2004, das nur die Eheschließung „eines Mannes mit einer Frau“ vorsah, sei nicht mit der Verfassung der Cherokee vereinbar. „Das Recht zu heiraten ist kein Recht, wenn man nicht selbst entscheiden darf, wen man heiratet“, begründete Todd Hembree, Justizminister des Stammes, die Entscheidung. Die Indianer hatten in den vergangenen Monaten über die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe beraten, da ein homosexuelles Paar, das außerhalb der Jurisdiktion des Stammes vor den Traualtar getreten war, als Ehepaar steuerliche Vergünstigungen beantragte.

          Die Cherokee-Nation in Oklahoma gilt mit mehr als 300.000 Mitgliedern als größter anerkannter Stamm der Vereinigten Staaten. Obwohl seine Angehörigen politisch und wirtschaftlich als besonders fortschrittlich bekannt sind, zählte die Gruppe zu den wenigen der fast 570 anerkannten amerikanischen Stämme, deren Verfassung die „Homo-Ehe“ bislang ausdrücklich untersagte.

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