https://www.faz.net/-gum-9400m

Charles Manson im August 2017 Bild: AP

Mörder und Kultführer : Charles Manson wird vorerst nicht beigesetzt

  • -Aktualisiert am

Bis der am Sonntag verstorbene Serienmörder beerdigt werden kann, werden noch mindestens eineinhalb Wochen vergehen. Schuld ist ein kalifornisches Gesetz.

          1 Min.

          Charles Manson muss auf die letzte Ruhe warten. Wie die kalifornischen Justizbehörden mitteilten, bleibt vorerst offen, wo der Leichnam des Mörders und Kultführers beigesetzt wird. Manson war am Sonntag nach fast 50 Jahren Haft an inneren Blutungen in einem Krankenhaus in Bakersfield gestorben.

          Nach den bisherigen Recherchen der kalifornischen Gefängnisbehörde hinterlässt Manson keine Angehörigen. Wie in Kalifornien vorgeschrieben, bleiben möglichen Verwandten aber zehn Tage, um den Leichnam zu beanspruchen. Nach Ablauf der Frist entscheidet die Gefängnisbehörde über die Beisetzung, falls Manson keine Wünsche hinterlassen hat.

          Der 83 Jahre alte frühere Führer der sogenannten Manson Family hatte die Vereinigten Staaten im Sommer 1969 erschüttert, als er die schwangere Schauspielerin Sharon Tate und einiger ihrer Freunde sowie die Eheleute Rosemary und Leno LaBianca brutal ermorden ließ. 

          Vor drei Jahren hatte er die Gefängnishochzeit mit seiner damals 27 Jahre alten Verlobten Afton Burton abgesagt, als er von ihren Plänen erfuhr, ihn nach seinem Tod zu einer Touristenattraktion zu machen. Angeblich wollte Burton den Leichnam des wegen Anstiftung zum Mord verurteilten Kultführers in einem Glassarg ausstellen. Manson, der sich mit den Morden im Sommer 1969 angeblich an Hollywood rächen wollte, das sein musikalisches Talent nicht erkannte, hat bis heute unzählige Bewunderer.

          Weitere Themen

          Feuersturm im Nagoldtal

          FAZ Plus Artikel: Pforzheim 1945 : Feuersturm im Nagoldtal

          Vor 75 Jahren gaben die Sirenen in Pforzheim das Signal „Akute Luftgefahr“. Es war der folgenreichste Angriff auf eine deutsche Provinzstadt. Drei Zeitzeugen erinnern sich an die Bombennacht.

          Topmeldungen

          Bürgerschaftswahl kompakt : Bangen, Zittern und Hoffen in Hamburg

          Die SPD darf bei der Bürgerschaftswahl mit einem klaren Sieg rechnen. Die Grünen werden stark sein – und womöglich trotzdem enttäuscht. Die CDU schwächelt, FDP und AfD kämpfen um ihren Verbleib im Parlament.

          Problemimmobilien : Kaputte Verhältnisse

          Hochhausruinen, überbelegte Altbauwohnungen, verwahrloste Siedlungen: In Deutschland gibt es zigtausend Problemimmobilien, besonders viele in Nordrhein-Westfalen. Dort nennt man viele Ursachen und immer wieder den Namen eines Unternehmens.

          Paris St. Germain : Tuchel und der ewige Ärger mit seinen Stars

          Nicht nur die Niederlage in Dortmund setzt Paris St. Germain zu. Auch die Eskapaden der besten Spieler um Neymar sorgen für Ärger. Nun taucht ein Video auf, das Trainer Thomas Tuchel ganz und gar nicht erfreut.
           Ausgerechnet die Partei der Marktwirtschaft wollte den Wettbewerb um den Vorsitz ausschalten.

          CDU-Nachfolge : Konkurrenz oder Konsens?

          Im Ringen um die Nachfolge von Angela Merkel setzt die CDU-Spitze auf eine einvernehmliche Lösung. Norbert Röttgen hingegen will Wettbewerb. Welches Auswahlverfahren verspricht mehr Erfolg?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.