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Kampf gegen die Buschbrände : Prominente spenden Millionen für Australien

„Herzzerreißend“ nannte Sängerin Kylie Minogue die Buschbrände, die in ihrem Heimatland Australien toben. Bild: EPA

Die zerstörerischen Buschbrände in Australien sorgen weit über die Grenzen des Landes hinaus für Anteilnahme. Auch bei Prominenten, die Solidarität bekunden, ihre Fans zur Unterstützung aufrufen und selbst Millionenbeträge spenden.

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          Angesichts der verheerenden Buschbrände in Australien unterstützt Kylie Minogue ihr Heimatland mit 500.000 Dollar. „Ob groß oder klein, von nah oder fern, jede Unterstützung wird denen helfen, die von den zerstörerischen Buschbränden betroffen sind“, schrieb die Sängerin unter einem Foto auf Instagram, das sie vor einer australischen Landschaft zeigt. Neben Minogue motivieren die Brände auch zahlreiche andere Prominente zu Spenden.

          Fast zur gleichen Zeit als Minogues Foto online ging, musste ein anderer Beitrag mit ihr dagegen wieder offline gehen: Zu Weihnachten veröffentlichte „Tourism Australia“ eine neue Kampagne, die Kylie Minogue zum Gesicht hat. Mit einer musikalischen Hommage an ihr Heimatland richtet sich die Sängerin darin an Touristen, sitzt neben Koalas in einer Baumkrone und macht Bekanntschaft mit freundlich lächelnden Quokas. Wegen der verheerenden Buschbrände, bei denen nach vorsichtigen Schätzungen bisher mehr als eine halbe Milliarde Tiere verendeten, wurde das dreiminütige Video mittlerweile zurückgezogen.

          Minogue ist aber nicht die einzige Prominente, die sich hilfsbereit zeigt. Mit einer Million Dollar gibt der australische Schauspieler Chris Hemsworth mit seiner Familie sogar doppelt so viel wie Minogue. Er appellierte in einer Video-Nachricht auf Instagram an seine Fans: „Jeder Groschen zählt“. In seinem Profil hinterlegte er eine Reihe von Links zu australischen Hilfsorganisationen.

          Dass jeder Groschen zählt, scheint nicht Meinung von Wendy Williams zu sein. Die amerikanische Moderatorin verurteilte in ihrer Talkshow die australische Schauspielerin Nicole Kidman und ihren Mann Keith Urban, die gemeinsam 500.000 Dollar spendeten: „Das sind jeweils 250.000 Dollar – ist das alles?“, fragte Williams. „Das sind eure Landsleute, und das ist alles was ihr tut?“

          Außerhalb der virtuellen Welt zollte Elton John während eines Auftritts in Sydney den australischen Feuerwehrleuten Respekt. „Ihr solltet alle Ehrfurcht haben vor der Arbeit, die sie leisten“, sagte der britische Sänger. Die Zerstörung in Australien nähme „ein wahrhaft biblisches Ausmaß“ an. John gab im Anschluss bekannt, mit einer Summe von einer Million Dollar Hilfe zu leisten.

          Bei einer Generalaudienz am Mittwoch erfolgten auch Solidaritätsbekundungen von Papst Franziskus aus dem Vatikan. „Ich fordere alle auf, Gott zu bitten, dem Volk in diesem schwierigen Moment mit dem großen Flächenbrand zu helfen“, sagte Franziskus und bekundete den Bewohnern des Landes seine Nähe. Während seiner Audienz empfing der Papst außerdem eine Gruppe australischer Pilger.

          Nach Königin Elisabeth II., Prinz Harry und seiner Frau Meghan meldete sich aus dem Königshaus auch Prinz Charles mit einer Videobotschaft. Darin sagt er, dass seine Frau Camilla und er in dieser „unglaublich schweren Zeit“ sehr viel an die Australier dächten. Am Ende des über Instagram und Twitter verbreiteten Videos folgt ein eingeblendeter Spendenaufruf für das Rote Kreuz.

          Solidaritätsbekundungen und eine Geldspende steuerte auch Kylie Jenner bei — allerdings nicht ganz freiwillig, wie es scheint: Die amerikanische Milliardärin teilte in ihrer Instagram-Story das Foto eines australischen Feuerwehrmanns, der einen geretteten Koala auf dem Arm trägt. „Das bricht mir das Herz“, schrieb der Fernseh-Star dazu. Zwölf Stunden später präsentierte Jenner in ihrer Instagram-Story Louis Vuitton-Slipper aus Nerzfell — und entfachte damit einen Shitstorm. Kylie Jenner packte daraufhin offenbar das schlechte Gewissen: Auch sie will nun eine Million Dollar spenden.

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