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Bunga-Bunga-Prozesse : Tod einer Zeugin

So sah er sich am liebsten: Silvio Berlusconi, umgeben von deutlich jüngeren Frauen, hier im Jahre 2004 auf Sardinien Bild: ASSOCIATED PRESS

Eine junge Frau, die gegen Silvio Berlusconi aussagen sollte, ist gestorben – und Italien rätselt, ob sie möglicherweise vergiftet wurde.

          4 Min.

          Als Silvio Berlusconi Ende Februar für ein Interview im Studio der Polit-Talkshow „Otto e mezzo“ Platz nimmt, kämpft Imane Fadil schon mit dem Tod. Der frühere italienische Ministerpräsident und Parteichef der Forza Italia ist im Wahlkampfmodus: Auf Sardinien stehen die Regionalwahlen an, Ende Mai will Berlusconi bei der Europawahl Erfolge feiern. Eine halbe Stunde lang befragen die Moderatoren den 82 Jahre alten Politiker zur Regierung Conte, zu Lega-Chef Salvini und den „Fünf Sternen“.

          Anna-Lena Ripperger

          Redakteurin in der Politik.

          Ganz zum Schluss kommen sie noch einmal auf seine Vergangenheit zu sprechen. Was er denn mehr vermisse, fragen sie süffisant, seinen Fußballclub AC Mailand oder die sogenannten Bunga-Bunga-Partys in seiner Villa? Den mehrfachen Champions-League-Gewinner hat Berlusconi 2017 an einen chinesischen Investor verkauft. Die Sexpartys in seinem Anwesen bei Arcore, an denen auch Minderjährige beteiligt waren, machten 2010 weltweit Schlagzeilen; Berlusconi musste sich vor Gericht verantworten wegen des Vorwurfs der Prostitution Minderjähriger und des Amtsmissbrauchs.

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