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Britney Spears vor Gericht : „Ich will nur mein Leben zurück“

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Britney Spears will sich mit nunmehr 39 Jahren von der Vormundschaft ihres Vaters befreien. (Archivbild von 2019) Bild: AFP

Seit 13 Jahren verwaltet ihr Vater als Vormund das Vermögen von Popstar Britney Spears. Nun äußerte sich die 39-Jährige vor einer Richterin zu dieser Situation: Sie sei nicht glücklich, deprimiert, vor allem aber wütend.

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          Popstar Britney Spears 39 hat in einer Anhörung vor Gericht ein Ende der seit 2008 bestehenden Vormundschaft über ihre Person und ihre Finanzen gefordert.

          „Ich bin traumatisiert. Ich bin nicht glücklich, ich kann nicht schlafen. Ich bin so wütend“, sagte die 39 Jahre alte Sängerin am Mittwoch in einer virtuellen Schalte, wie der US-Sender CNN und andere Medien berichtete. „Ich will nur mein Leben zurück. Das waren 13 Jahre und es ist genug“, sagte Spears in einer 20-minütigen emotionalen Stellungnahme.

          Spears erklärte weiter, sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde von allen kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen. „Ich glaube wahrhaftig, dass diese Vormundschaft missbräuchlich ist“, sagte Spears.

          Äußerungen mit Spannung erwartet

          Zu der mit Spannung erwarteten Anhörung vor Richterin Brenda Penny in Los Angeles waren unter anderem Spears’ geschiedene Eltern, Jamie und Lynne Spears, sowie ihr Anwalt zugeschaltet. Im April hatte die Sängerin die Anhörung beantragt. In dem Rechtsstreit mit ihrem Vater um ihre Vormundschaft hatte sich Spears bis dahin selbst kaum öffentlich geäußert.

          Mit Hits wie „... Baby One More Time“, „Oops!... I Did It Again“ und „Toxic“ war Britney Spears Anfang der 2000er Jahre die bestbezahlte Sängerin der Welt. Nachdem die Mutter zweier Söhne wegen beruflicher und privater Probleme psychisch zusammengebrochen war, hatte ein Gericht 2008 entschieden, ihrem Vater die Vormundschaft zu übertragen.

          Seither verwaltete James Spears das Vermögen und andere Anliegen seiner berühmten Tochter. Später wurden zusätzlich ein Finanztreuhänder und eine weitere Person als Co-Vormund bestellt.

          Eine Anfang Februar veröffentlichte Dokumentation der Zeitung New York Times über Spears’ Leben unter der Vormundschaft ihres Vaters entfachte heftige Diskussionen vor allem in den sozialen Netzwerken. Viele Prominente und Fans bekundeten unter dem Hashtag „#FreeBritney“ ihre Unterstützung für die Sängerin. Spears selbst äußerte sich in der Öffentlichkeit nur sehr selten zu dem Streit.

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