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Prozess um Britney Spears : „Ich will, dass gegen meinen Vater ermittelt wird“

  • -Aktualisiert am

Spears erhob am Mittwoch abermals schwere Vorwürfe. Bild: AP

Für sie ist es das erste Mal seit fast 13 Jahren: Britney Spears durfte mit der Mandatierung ihres Rechtsanwalts eine eigene Wahl treffen. Gegen ihren Vater erhob sie schwere Vorwürfe – und sprach von „missbräuchlicher Betreuung“.

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          Zum ersten Mal seit fast 13 Jahren hat Britney Spears eine eigene Entscheidung getroffen. Der Superior Court in Los Angeles stimmte am Mittwoch der Mandatierung des Rechtsanwalts Mathew Rosengart zu, den sich die Sängerin als juristischen Vertreter bei der Anfechtung ihrer Betreuung ausgesucht hatte. Der frühere Bundesstaatsanwalt versprach schon bei der Anhörung, in den kommenden Wochen einen Antrag auf Beendigung der Vormundschaft zu stellen.

          Bei einer Pressekonferenz vor dem Gerichtsgebäude kündigte Rosengart zudem „schnelle und aggressive Schritte“ zur Absetzung von Spears‘ Vater und Betreuer Jamie Spears an. „Es stellt sich die Frage, warum er überhaupt noch mit der Sache zu tun hat. Meine Kanzlei und ich werden genau untersuchen, was in den vergangenen Jahren passiert ist“, sagte der Jurist, der auch Hollywood-Größen wie Steven Spielberg und Sean Penn zu seinen Mandanten zählt.

          Der Achtundfünfzigjährige trat die Nachfolge von Anwalt Samuel Ingham an, den das Gericht 2008 beauftragt hatte. Spears war damals nach einem Zusammenbruch und dem Aufenthalt in der Psychiatrie unter Vormundschaft gestellt worden. Ihr Vater und Betreuer Jamie Spears soll später angegeben haben, die Grammy-Preisträgerin („Circus“) leide unter demenzartigen Aussetzern.

          Bei der Anhörung am Mittwoch, an der die Sängerin unerwartet telefonisch zugeschaltet wurde, erhob sie abermals schwere Vorwürfe gegen den früheren Bauunternehmer. „Ich möchte ihn wegen missbräuchlicher Betreuung anzeigen. Ich will, dass gegen meinen Vater ermittelt wird“, sagte die Neununddreißigjährige.  

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