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Streit um Vormundschaft : Von Gericht bestellter Anwalt von Britney Spears will abtreten

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Britney Spears posiert für die Kameras, als sie am 22. Juli 2019 für die Premiere „Once Upon a Time in Hollywood“ in Los Angeles ankommt. Bild: Reuters

Nach dem Manager will auch der Anwalt gehen: Sam Ingham vertritt den Popstar Britney Spears seit 2008. Jetzt soll ihn das Gericht von der Aufgabe entbinden.

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          Der langjährige Anwalt von Britney Spears, der vom Gericht ernannt wurde, um die US-Sängerin in ihrem Vormundschaftsstreit zu vertreten, will von dieser Aufgabe befreit werden. Sam Ingham und eine Anwalts-Kanzlei in Los Angeles haben am Dienstag einen entsprechenden Antrag vor Gericht eingereicht, wie US-Medien berichteten. Das Promiportal „TMZ.com“ stellte die Gerichtsdokumente ins Netz. Demnach will Ingham von seinen Aufgaben entbunden werden, sobald das Gericht einen neuen Anwalt bestellt hat.

          Einen Tag zuvor hatte der jahrelange Manager von Popstar Britney Spears gekündigt. Larry Rudolph, der seit Mitte der 90er-Jahre für den Popstar (“Baby one more Time“, „Toxic“) arbeitete, gab an, dass er schon seit über zwei Jahren nicht mehr mit Spears gesprochen habe. Seine professionellen Dienste würden nicht mehr benötigt.

          Seit 2008 ist der Jurist Ingham an Spears’ Seite, nachdem die Sängerin wegen beruflicher und privater Probleme psychisch zusammengebrochen war und ein Gericht damals ihrem Vater die Vormundschaft übertrug. Wie die New York Times vor Kurzem berichtete, hat Ingham mit dem Mandat bei einem Stundensatz von 475 Dollar bislang 3 Millionen Dollar verdient.

          Zuletzt hatte sich der Streit um die Vormundschaft über Spears’ Finanzen und ihre persönliche Freiheit zugespitzt. Die 39-Jährige hatte im Juni in einer emotionalen Gerichtsanhörung ein Ende der Vormundschaft gefordert. Spears erklärte, sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen. Sie sagte auch, sie wolle ihren eigenen Anwalt wählen.

          Trotz Spears' Enthüllungen in der Anhörung hatte die Vorsitzende Richterin Brenda Penny entschieden, Spears weiterhin allein durch ihren Vater betreuen zu lassen. Die Forderung, dem früheren Bauarbeiter die Bessemer Trust Company als Mitbetreuerin zu Seite zu stellen, lehnte Richterin Penny ab. Wie das Brachenblatt Variety meldete, entschied das Gericht über einen Antrag der Sängerin, den ihre Anwälte schon vor vier Wochen, also vor Spears‘ Anhörung am 23. Juni, eingereicht hatten.

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