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Unscharf und unangemessen : Britisches Paar verklagt Hochzeitsfotografen

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Schöne Motive gibt es auf Hochzeiten eigentlich genug. Bild: dpa

Ein britisches Paar hat erfolgreich seinen Hochzeitsfotografen verklagt: Der Mann hatte hauptsächlich anzügliche Fotos der Brautjungfern gemacht – und den Bräutigam darüber fast komplett vergessen.

          Es soll der schönste Tag des Lebens werden. Die Fotos möchte man später aufhängen, an Freunde und Bekannte schicken und in einem Album aufbewahren. Wenn Paare für ihre Hochzeit einen Fotografen engagieren, erwarten sie, dass er diesen Tag für sie festhält und schöne Fotos schießt.

          Auch die Briten Steph and Paul Unwin hatten diese Erwartungen an ihren Hochzeitsfotografen. Aber er konnte diese nicht erfüllen. Statt Bilder von dem Paar zu schießen, lichtete er lieber die Brautjungfern ab. Auf diesen knapp 100 Fotos sind hauptsächlich Hintern und Dekolletés der Frauen zu sehen. „Ich weiß, dass Fotografie unterschiedlich interpretiert werden kann. Aber wenn es drei Fotos von jemandes Hintern gibt, dann ist das kein Unfall“, zitierte die „Daily Mail“ das Paar.

          Auf nur 70 Fotos ist die Braut zu sehen und den Bräutigam findet man auf nur elf Fotos. Zudem ist ein Drittel der Fotos unscharf, was die Auswahl an schönen Fotos für die beiden stark eingrenzt. Die Unwins konnten das zunächst nicht glauben. „Ich fragte ihn, ob das alle Fotos sind“, sagte der Bräutigam.

          Damit zukünftig andere Pärchen nicht auf den Fotografen hereinfallen, sind die beiden vor Gericht gezogen und haben den Prozess gewonnen. Der Fotograf erschien gar nicht erst zu dem Termin und hat mittlerweile sein Geschäft geschlossen. Das Wetter sei schuld an den schlechten Aufnahmen, so seine Ausrede. Steph und Paul Unwin haben derweil 601 Pfund zugesprochen bekommen. Damit andere Pärchen vorgewarnt sind, sind sie jetzt an die Presse gegangen. Doch die Geschichte hat auch ein glückliches Ende: Es gibt zusätzlich zu den misslungenen Fotos einen Hochzeitsfilm.

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