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Insolvenzverfahren : Unternehmer fordert 40 Millionen Franken von Boris Becker

  • Aktualisiert am

Boris Becker am Montag in Wimbledon, wo er gerade als Fernsehmoderator arbeitet. Bild: dpa

Nachdem Boris Becker in London für zahlungsunfähig erklärt worden ist, fordert ein Schweizer Unternehmer 40 Millionen Franken von dem ehemaligen Tennisstar. Dessen Anwälte bezeichnen das als „nicht berechtigte Forderung“.

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          Immer wieder hat Boris Becker in den vergangenen Wochen betont: Obwohl ihn ein Londoner Gericht für zahlungsunfähig erklärt hat, habe er genug Geld, um seine Schulden zu bedienen. Becker sei nicht pleite, teilten auch seine Anwälte am 23. Juni mit, der Wert „des bei ihm vorhandenen Vermögens“ übersteige „deutlich die gegen ihn bestehenden Forderungen Dritter“. Genau auf diese Aussage bezieht sich jetzt ein ehemaliger Geschäftspartner Beckers: Hans-Dieter Cleven aus der Schweiz erklärte, er sehe sich nach dem Urteil in London „gezwungen, seine Forderungen gegenüber Boris Becker auch in diesem Insolvenzverfahren geltend zu machen“.

          Die Forderungen sind ziemlich hoch: „Dr. Cleven macht gegenüber Boris Becker Forderungen in Höhe von über 40 Millionen Schweizer Franken geltend“, ist die Pressemitteilung überschrieben. Das sind 36,5 Millionen Euro. Die entsprechende Forderung sei von Becker schriftlich anerkannt worden, an vereinbarte Zahlungsfristen habe er sich aber nicht gehalten. „Zahlreiche Einigungsversuche“ seien von Becker nicht wahrgenommen worden. 

          Beckers Anwälte bezeichneten die neuen Forderung laut „Spiegel Online“ als „untauglichen Versuch, über öffentlichen Druck eine nicht berechtigte Forderung gegen unseren Mandanten durchzusetzen“. Becker werde sich daher in dieser Thematik nicht weiter äußern. Damit ist klar, dass es im Insolvenzverfahren von Boris Becker nicht nur um die Summe gehen wird, um die es in dem ursprünglichen Verfahren ging.

          Darin war eine Justizbeamtin im Juni „mit Bedauern“ zu dem Schluss gekommen, dass es an glaubwürdigen Nachweisen dafür fehle, dass Becker seine „erheblichen“ Schulden bei der Privatbank Arbuthnot Latham & Co bald zurückzahlen könne. Wird man in Großbritannien für zahlungsunfähig erklärt, wird das eigene Vermögen laut Experten einem Insolvenzverwalter unterstellt, bei dem sich dann alle Gläubiger melden können. Das Insolvenzverfahren wird erst beendet, wenn alle Forderungen geprüft sind – oder zwölf Monate vergangen sind, und der Verwalter so viele Schulden wie möglich bezahlt hat.

          Cleven hat laut dem „Manager Magazin“ den Handelskonzern Metro mit aufgebaut und von 1999 an Boris Becker eine Zeit lang beraten. Gemeinsam mit Becker hatte er demnach ein Unternehmen in der Schweiz sowie die „Becker-Cleven-Stiftung“ gegründet. Zudem sollte Becker den Umsatz des Sportartikelherstellers Völkl in die Höhe schrauben, den Cleven lange führte.

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