https://www.faz.net/-gum-9ffd5

Herzblattgeschichten : Harry und Meghan kinderlos!

Gibt es bald Nachwuchs bei den Royals? Bild: dpa

Bei den Promis fallen derzeit biologische Absonderlichkeiten ins Auge. Da wären der „Jackhuahua“, die Namensfindung für das Kind von Tom Cruise und Cher sowie die Familienplanung von Prinz Harry und Meghan. Die Herzblatt-Geschichten der Woche.

          Auch als Naturwissenschaftler kommen wir nicht umhin, die Wahrheit des Katja-Ebstein-Axioms anzuerkennen: Wunder gibt es immer wieder. Sie geschehen oft dort, wo man am wenigsten damit rechnet, zum Beispiel auf einer Landstraße zwischen Großburgwedel und Hannover. Dort begab es sich am 17. September zu später Stunde, dass Bettina Wulff, Gattin unseres ehemaligen Bundespräsidenten, mit ihrem Wagen einen Baum schrammte; glücklicherweise blieb sie dabei unverletzt.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ganz ernsthaft gesagt, hätte diese Fahrt, die angeblich unter Alkoholeinfluss stattfand und über die viele Medien schon wenige Tage später berichteten, auch richtig böse ausgehen können. Das gilt besonders dann, wenn man glauben will, was Frau im Spiegel diese Woche schreibt: dass der Atemalkoholtest, zu dem Frau Wulff durch die von ihr selbst alarmierten Polizeibeamten gebeten worden sei, einen Wert von „mehr als zwei Prozent“ ergeben habe. Das nämlich deutete auf eine mirakulöse Trinkfestigkeit hin, die man sich vermutlich nur durch Teilnahme an russischen Staatsbanketten erwerben kann.

          Doch ach, schon fallen uns bei der Herzblatt-Lektüre die nächsten biologischen Absonderlichkeiten ins Auge. Echo der Frau gibt einen fotografischen Überblick über die angesagtesten Hundekreuzungen der jüngsten Zeit: Jack-Russell-Terrier und Chihuahua zeugen den „Jackhuahua“, aus Cockerspaniel und Pudel geht der „Cockapoo“ hervor, und wenn der läufige Pudel auf einen Australischen Schäferhund trifft, wird das Resultat als „Aussiedoodle“ bezeichnet.

          Jung geblieben: Sängerin Cher

          Apropos originelle Paare: Wie könnte das Kind von Tom Cruise und Cher heißen? Dass zwischen den beiden etwas läuft, hat nicht nur Frau im Spiegel mitbekommen. Sie kann aber anders als die Konkurrenz ihre Beobachtung mit dem Zitat eines „Freundes“ untermauern, der auf die heiße Affäre der beiden anno 1985 verweist: „Die Flamme ist nie ganz erloschen, und jetzt leben sie ihre Lust wieder aus.“ Wir warten also auf Nachrichten über Nachwuchs; wenn die bisherige Praxis in den Familien der beiden einen Anhalt bietet, wird das Kind den Namen Suri-Chaz Sarkisian Mapother V. verpasst kriegen. Reproduktionstechnisch gesehen, seien die angeblichen Eltern zu alt, meinen Sie? Nun, Mama Cher (72) darf als chirurgisch runderneuert gelten, und Papa Tom (56) hat das Altern nach „Mission: Impossible III“ ohnehin eingestellt.

          Verräterisch: Meghan trägt bei Hochzeit von Prinzessin Eugenie blau.

          Prinz Harry und seine Meghan haben sich hingegen entschieden, kinderlos zu bleiben. „Familie wird überschätzt“, teilen die beiden in einer offiziellen Erklärung mit, „und außerdem wollen wir uns das nervige Gequengel ersparen, das wir Woche für Woche bei Kate und William mitbekommen.“ Glauben Sie nicht? Da haben Sie recht, das sind natürlich fake news. Die Wahrheit steht auch diese Woche wieder in der Fachpresse. „Hurra! Ein kleiner Prinz“, konstatiert das Goldene Blatt und entschlüsselt damit das „geheime Zeichen“, das Meghan mit ihrer Kleiderwahl setzt: In jüngster Zeit trug die Herzogin immer Blau. Natürlich ist das gendertheoretisch zu rügen in einer Zeit, in der die politisch korrekte Antwort auf die Wird-es-ein-Junge-oder-ein-Mädchen-Frage nur lauten kann: „Das soll unser Kind später selbst entscheiden!“

          Leider müssen wir nach einem Blick ins Echo der Frau auch befürchten, dass Empfängniswillige versuchen, das Geschlecht ihres Nachwuchses durch mineralogische Eingriffe zu manipulieren. Wie das Blatt vermeldet, hat sich Königin Máxima (47) den „blauen Liebling der Frauen“ an die Brust geworfen: Sie trägt eine Brosche mit Aluminium-Beryllium-Silikat, vulgo Aquamarin. Sollte aus dem Einsatz dieses verjüngenden Kraftsteins ein weiteres spätes Mutterschaftswunder resultieren, dürfen wir zumindest darauf setzen, dass das niederländische Hofprotokoll den Vornamen Jimi Blue zu verhindern weiß.

          FAZ.NET komplett

          Zugang zu allen exklusiven F+Artikeln und somit zur ganzen Vielfalt von FAZ.NET – für nur 2,95 Euro pro Woche

          Mehr erfahren

          Unbeeindruckt von der als besonders streng geltenden spanischen Etikette, tragen Königin Letizia, Altmonarch Juan Carlos und seine Gattin Sofia ihre Differenzen weiterhin öffentlichkeitswirksam aus. Das Neue Blatt zitiert einen Autor, dem zufolge Juan Carlos seine Schwiegertochter als „Verrückte“ bezeichnete und ihr attestierte, sie sei „die schlimmste Frau, die je den Palast betreten habe“. Als Indiz für Letizias zweifelhaften Charakter kann gewiss ein Foto dienen, das Gala mit der Unterzeile „Königin der Rocker“ präsentiert: Es zeigt Ihre Majestät beim Händeschütteln mit motorisierten Kuttenträgern, die sich zu einem „Charity-Event des Roten Kreuzes“ eingefunden haben. Bestimmt hat Juan Carlos beim Anblick dieses Bildes vor Wut seinen Elefantenfuß-Hocker in die Ecke getreten.

          Wenden wir den Blick vom hispanischen Intrigenspiel ab und richten ihn auf eine Insel der Unschuld und Reinheit: die der Liebe des Menschen zum Tier. Gerührt erblicken wir auf der letzten Seite des Goldenen Blatts den zauberhaften Schmuck-Anhänger mit Swarovski-kristallumglänztem Babykätzchen-Porträt und der herzwärmenden Inschrift „A cat is a friend fur-ever“. Sogleich werden wir diese Preziose zum Preis von 89,90 Euro bestellen, um sie unserem Yorkweiler – einer Kreuzung aus Rottweiler und Yorkshire-Terrier – um den Hals zu hängen. Wäre ein Wunder, wenn der Bursche nicht zum Katzenfreund würde.

          Weitere Themen

          „Man kann nicht jung bleiben“

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.

          Doch kein Sturm auf „Area 51“

          Alien-Fans bei Miitärbasis : Doch kein Sturm auf „Area 51“

          Zwei Millionen Menschen erklärten auf Facebook ihre Teilnahme an „Storm Area 51“. Doch tatsächlich kamen am Freitag nur rund Hundert Alien-Fans zu der Militärbasis, die zuvor den Einsatz von Waffengewalt angekündigt hatte.

          Topmeldungen

          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.
          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.