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Gemeinschaftliches Wohnprojekt : Im Freundeskreis alt werden

Wollen zusammenziehen: Ingeborg Weber, Otmar Hitzelberger (oben von links), Peter Klopf, Fred Schubert, Andreas Klug und Andreas Obst (unten von links) Bild: Lakuntza, Nerea

Viele Menschen finden auf dem Immobilienmarkt nicht, wonach sie suchen. Wer nicht länger bereit ist, Kompromisse einzugehen, gründet ein gemeinschaftliches Wohnprojekt. So wie die „Gruppe ohne Namen“ aus Frankfurt.

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          Alle wollen in den vierten Stock mit Blick nach Südwesten, denn dort ist es am hellsten. Ganz einig, wer wo einziehen wird, ist sich der Freundeskreis aber noch nicht. Dafür ist es auch noch viel zu früh. Bisher existiert das gemeinsame Wohnhaus, das in einigen Jahren auf dem Frankfurter Hilgenfeld stehen soll, nur auf dem Papier. Um einen Tisch versammelt, zeigen sie die Pläne – hier die Gemeinschaftsräume, da die Wohnungen, dort ein kleiner Laden.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die „Gruppe ohne Namen“ ist eine von rund 50 Initiativen, die in Frankfurt unter einem gemeinsamen Dach zusammenleben wollen. Die Gruppe nennt ihr Projekt GON-Artgenossen; viele Mitglieder kommen aus der Kulturbranche: ein Filmemacher, eine Schauspielerin, Designer, Werber, aber auch eine Lehrerin und ein Sozialarbeiter sind dabei. Die meisten von ihnen stehen schon am Ende des Berufslebens.

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