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Beyoncé Knowles : Die Leistungskünstlerin

  • -Aktualisiert am

„Eigentlich bin ich eher schüchtern”: Beyoncé Knowles Bild: AFP

Mit sieben Jahren das erste Mal auf der Bühne, mit fünfzehn den ersten Nummer-eins-Hit in Amerika: Beyoncé Knowles hat als Sängerin mittlerweile alles gewonnen. Jetzt will sie als Schauspielerin siegen. Die Karriere eines „Dreamgirls“.

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          Es fragt sich, ob Beyoncé Knowles Mitleid verdient. Sie hat gerade in Los Angeles für ihre Welttournee geprobt, dann in Paris einen Zwischenstopp zur Premiere ihres Films „Dreamgirls“ eingelegt - und gibt nun den ganzen Tag lang Interviews in Berlin.

          Sie hat zwei Stunden geschlafen. „Mein Körper ist ein bisschen durcheinander“, sagt sie zur Begrüßung im Hotel Adlon und bestellt heiße Schokolade, „um wach zu bleiben“. Dabei sieht sie überhaupt nicht müde aus.

          Die Mädchen waren niedergeschmettert

          Beyoncé Knowles ist 25 Jahre alt und steht auf der Bühne, seit sie sieben ist. Da erzählte eine Tanzlehrerin den Eltern in Houston, die Kleine sei begabt. Außerdem sang sie sehr hübsch im Kirchenchor. Vater Mathew beschloss, seine Tochter zu fördern und zu fordern. Er bot sie auf mehr als dreißig Talentwettbewerben feil.

          „Eigentlich bin ich eher schüchtern”: Beyoncé Knowles Bilderstrecke

          Seinen Beruf als Verkäufer für medizinische Geräte der Firma Xerox gab er auf, um Beyoncé ganz groß rauszubringen. Als Beyoncé neun Jahre alt war, machte sie mit der Mädchengruppe „Girl's Tyme“ bei „Starsearch“ mit, dem Prototyp für „Deutschland sucht den Superstar“. Es gewann ein anderer, die Mädchen waren niedergeschmettert.

          Doch Vater Knowles ließ weiter proben und benannte die Band einige Male um, bis sie „Destiny's Child“ hieß. Die Rechnung ging auf. Als Beyoncé fünfzehn war, hatte die Girlgroup ihren ersten Nummer-eins-Hit in Amerika. Neun Grammys hat Beyoncé inzwischen gewonnen, für weitere fünf ist sie gerade nominiert worden. Mit „Destiny's Child“ und als Solokünstlerin hat sie mehr als 50 Millionen Platten verkauft.

          Ihre Rolle bestand darin, gut auszusehen

          „Man muss ein Ziel vorgeben und dann seinen Job erledigen. Jeder muss verstehen, wo es langgeht.“ Mit diesen Worten hat Mathew Knowles in einem Interview mit dem Magazin „Ebony“ einmal die Management-Strategie seines Familienunternehmens beschrieben. Mutter Tina Beyince besitzt in Houston einen Friseursalon und ist für den Stlye ihrer Tochter zuständig.

          Gemeinsam betreiben die beiden das Mode-Label „House of Deréon“. Mathew Knowles war einer der erfolgreichsten Verkäufer, der je bei Xerox gearbeitet hat. „Number One Sales Representative“, sagt er über sich selbst. Das Produkt, das er heute vertreibt, ist seine Tochter, und Beyoncé scheint sein Erfolgsrezept verinnerlicht zu haben.

          Das Unternehmen „Schauspiel-Laufbahn“ begann sie in einer Hip-Hop-Version der Oper „Carmen“ auf MTV. 2002 spielte sie die Foxxy Cleopatra in „Austin Powers - Goldmember“. Ihre Rolle bestand im Wesentlichen darin, gut auszusehen. Das kann sie. Etwas mehr darstellen durfte sie an der Seite von Cuba Gooding jr. in „The Fighting Tempation“ und neben Steve Martin in „Der rosarote Panther“. Jetzt spielt sie in der Verfilmung des Musicals „Dreamgirls“ die Sängerin Deena Jones.

          „Ich wäre fast ohnmächtig geworden“

          Der Plot basiert mehr oder weniger auf der Geschichte von Diana Ross und den Supremes, jener Ur-Girl-Group, die in den sechziger Jahren vom Motown-Gründer Berry Gordy zum Erfolg getrieben wurde. Gordy war der Lebensgefährte von Ross und kontrollierte deren Karriere, bis sie sich von ihm trennte und emanzipierte.

          Ihr Spiel brachte Beyoncé eine Nominierung für den „Golden Globe“ ein; am Ende musste sie sich in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin in einem Musical oder einer Komödie“ Meryl Streep beugen. Sie sei jedoch nicht enttäuscht gewesen, sagt sie, „ich hätte nie gedacht, dass ich mal mit Meryl Streep in derselben Kategorie nominiert würde. Und dann erwähnt sie mich sogar noch in ihrer Dankesrede. Da wäre ich fast ohnmächtig geworden.“

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