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Protzen in London : Der goldige Saudi-Prinz

  • -Aktualisiert am

Wenn Geld keine Rolle spielt: Turk Bin Abdullahs 350.000 Pfund teurer Rolls-Royce. Bild: Picture-Alliance

Seit ein paar Tagen flitzen goldene Luxus-Autos durch die Straßen Londons. Der vermeintliche Besitzer ist der saudische Prinz Turk Bin Abdullah, der auch gerne mal seinen Geparden ans Steuer lässt.

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          Es gibt Menschen, bei denen spielt Geld keine Rolle. Zu diesen gehört der saudische Prinz und Milliardär Turk Bin Abdullah, dessen vier goldene Luxusfahrzeuge seit ein paar Tagen durch die wohlhabenden Straßen Westlondons rollen und Kontroversen auslösen. Die goldigen Fahrzeuge, ein Bentley, Rolls-Royce, Lamborghini und Mercedes, soll Abdullah eigens für seinen Aufenthalt eingeflogen haben.

          Der junge Mann gehört eben zu den Superreichen, die ihr Vermögen gerne zur Schau tragen, wie ein Blick auf seinen Instagram-Account beweist. Sein Profil besteht hauptsächlich aus Fotos und Videos von seinen Objekten der Begierde: Autos, Uhren, Privatjets und nochmals Autos. Dazu viele Shots mit seinen Freunden, meistens traditionell gekleidet.

          Leichtbekleidete Models oder Stripperinnen, mit denen sich westliche Prominente wie Charlie Sheen, die auch gerne mit Geld angeben, auf sozialen Plattformen zeigen, sucht man vergeblich.

          Dafür hat der Prinz ein Herz für Raubtiere. Ein Foto zeigt einen Geparden, der sicher angeschnallt vor dem Steuerrad seines Mercedes G63 6x6 steht und in die Kamera schaut, als wäre es das Normalste der Welt. Wenn man einige der teuersten und schnellsten Fahrzeuge des Planeten zu seinem Besitz zählt, ist das schnellste Tier der Erde natürlich ein weiteres, passendes Schmuckstück.

          Der Trip nach London sorgt nicht nur für Neid, genervte Anwohner und Bewunderung, sondern füllt auch die Kassen der Londoner Verkehrspolizei. Der Mercedes und Bentley hatten je einen Bußzettel unter dem Scheibenwischer, der Lamborghini schaffte es auf zwei. Bezahlt der Besitzer die Strafen nicht innerhalb von vierzehn Tagen, schuldet er London gemäß „Telegraph“ 320 Pfund, ansonsten die Hälfte.

          Bei seinem verschwenderischen Lebensstil ist es jedoch fraglich, ob die Bußen Abdullah eine Lehre sind. Auf einem seiner Videos sieht man den saudischen Milliardär, wie er auf einer von Palmen gesäumten Straße, vermutlich irgendwo in seiner Heimat, ein Polizeiauto rechts überholt. Sollte Abdullah in London jedoch gänzlich auf eine Bezahlung verzichten, kann es durchaus passieren, dass seine goldigen Schätze abgeschleppt werden.

          Ein Reporter von „The Sun“ sorgte am Donnerstag für Aufsehen, indem er seinen preiswerten Ford Ka in Goldfolie wickelte und sein Fahrzeug hinter den Karossen des Prinzen parkte.

          Ein Reporter von „The Sun“ nimmt die Protzerei auf Rädern mit Humor und parkt seinen Ford KA, eingepackt in goldenes Geschenkpapier, zwischen den Goldautos. Bilderstrecke

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