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Beschwerde des Frauenministeriums : Gisele Bündchen schadet als Sexobjekt

  • -Aktualisiert am

Bild: reuters

Das brasilianische Frauenministerium will einen Werbesport der Dessous-Marke Hope ensina mit Topmodel Gisele Bündchen in der Hauptrolle verbieten. Der Grund: Die Reklame verstärke das Bild der Frau als Sexobjekt des Mannes.

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          Was sollte eine Brasilianerin tragen, wenn Sie ihrem Gatten solch schlechte Nachrichten überbringt wie: „Liebster, ich habe mal wieder die Kreditkarte überzogen“? Unterwäsche und Highheels, bitte schön. Zumindest insinuiert das eine aktuelle Werbekampagne der brasilianischen Dessous-Marke Hope ensina, in der das Top-Model Gisele Bündchen ihren Geschlechtsgenossinnen zeigen soll, wie Frau es richtig macht.

          „Du bist Brasilianerin – nutze Deinen Charme“, empfiehlt dann noch eine Stimme aus dem Off. Das gilt auch, wenn man das Auto des Herzbuben zu Schrott gefahren hat oder sie ihm beibringen muss, dass die Mutter künftig den Haushalt vervollständigt. Diese Handlungsanweisung zum unbeschreiblich Weiblichen ärgert das brasilianische Frauenministerium derart, dass es diese Woche den Stopp des Spots gefordert hat. Die Reklame „verstärkt das Stereotyp der Frau als Sexobjekt ihres Ehemanns und ignoriert die großen Fortschritte im Kampf gegen sexistische Denkweisen“, zitiert die „Folha de So Paolo“ die Position des Ministeriums.

          Die Verantwortlichen bei Hope fühlen sich indes missverstanden. Die Reklame sei doch eine Huldigung der brasilianischen Frau und ihrer Sinnlichkeit. Und außerdem: Gerade weil man mit Gisele Bündchen ein unbeschreiblich erfolgreiches, nämlich das international bestbezahlte Model in Szene gesetzt habe, sei die Botschaft so amüsant wie aufklärerisch – lade die Werbung doch dazu ein, das gängige Bild von der finanziellen Abhängigkeit der Frau zu hinterfragen. Bleibt abzuwarten, wer zuletzt lacht. Schon im vergangenen Jahr wurde eine Bierwerbung mit einem – für den Geschmack des brasilianischen Frauenministeriums – allzu zweideutig posierenden Partygirl Paris Hilton verboten.

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