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ICE mit zu wenig Waggons : Bahn ruft Bundespolizei um Hilfe für Krisenmanagement

  • Aktualisiert am

Wie weit er wohl kam? Ein Mann läuft im Oktober im Berliner Hauptbahnhof an einem ICE entlang. Bild: dpa

Weil ein ganzer Zugteil fehlte, mussten viele Passagiere einen ICE von Berlin nach München schon am Südkreuz wieder verlassen. Es kam zu chaotischen Zuständen, die Bahn bat die Bundespolizei um Unterstützung.

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          Ein ICE von Berlin nach München hat für Unmut bei den Fahrgästen gesorgt, weil ein ganzer Zugteil mit mehreren Waggons fehlte. Viele Menschen mussten den ICE 1511 wegen Überfüllung am Freitagmittag schon in Berlin-Südkreuz verlassen. Der Zug bestehe normalerweise aus zwei Teilen, die miteinander gekuppelt sind, erklärte ein Bahnsprecher am Sonntag. „Am Freitag fehlte jedoch ein Teil mit sieben Wagen.“ Dadurch kam eine große Überbelegung zustande.

          Fahrgäste schilderten Medienberichten zufolge chaotische Zustände auf dem Bahnsteig am Hauptbahnhof vor der Abfahrt. Trotzdem fuhr der ICE zunächst bis Berlin-Südkreuz.

          Die Bahn bat die Bundespolizei um Unterstützung. Es sei darum gegangen, „gefahrenabwehrend“ zu wirken, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag. Drei Beamte hätten die Zugbegleiterin durch die überfüllten Waggons begleitet. Wer freiwillig auf eine Mitfahrt verzichtete, bekam nach Angaben des Bahnsprechers einen Gutschein über 30 Euro. „Sicherheit geht vor, die Fluchtwege müssen frei sein“, so der Sprecher.

          Der Zug kam schließlich mit 20 Minuten Verspätung in München an. Warum der zweite Zugteil fehlte, teilte die Bahn zunächst nicht mit.

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