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Everest-Pionier wird 80 : Das Glück des Lebens

In den Bergen zu Hause: Peter Habeler hoch über Mayrhofen in den Zillertaler Alpen Bild: Maria Irl

Der Extrembergsteiger Peter Habeler hat in seinem Leben viele Grenzen überwunden. Darunter war eine der wichtigsten Wegmarken der Alpingeschichte: der erste Aufstieg auf den Mount Everest ohne Flaschensauerstoff, 1978 mit Reinhold Messner.

          7 Min.

          Der Mount Everest? Spielt heute im Leben von Peter Habeler keine größere Rolle mehr. Erstens, weil am höchsten Berg der Welt längst kommerzielle Expeditionen das Geschehen beherrschen, mit Hunderten Besteigungen im Jahr, mit Gruppen zahlungskräftiger Kunden, mit Helfern, Trägern, Fixseilen, Flaschensauerstoff. Habeler kritisiert das gar nicht groß, es ist eine andere Art des Bergsteigens, nur eben nicht die seine.

          Bernd Steinle
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Zweitens ist Habeler kein Mensch, der groß der Vergangenheit nachhängt, oft in Erinnerungen kramt. „Ich lebe im Jetzt“, sagt er. Und fragt sich lieber, wohin er morgen zum Klettern gehen soll oder an einem Wintertag auf Skitour. Wenn man ihn so erlebt, schlank, agil, körperlich fit, wundert einen das kein bisschen – bis einem einfällt, dass Peter Habeler am Freitag 80 Jahre alt wird. Weshalb er zu­letzt, dank der vielen Interviews, doch öfter in Erinnerungen kramte.

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