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Belästigungsvorwürfe : Prominenter Journalist wehrt sich gegen Rauswurf

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Sein Interview mit Trumps Kommunikationschef Scaramucci machte den Reporter Ryan Lizza zum Star. Nun hat er nach Belästigungsvorwürfen seine Jobs bei CNN und dem „New Yorker“ verloren. Der Beschuldigte zeigt sich bestürzt.

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          Die amerikanische Zeitschrift „The New Yorker“ hat sich aufgrund von Belästigungsvorwürfen von einem ihrer bekanntesten Journalisten getrennt. Dem Reporter Ryan Lizza sei wegen „unangemessenen sexuellen Verhaltens“ gekündigt worden, teilte das Magazin am Montag mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Auch der TV-Sender CNN beendete die Zusammenarbeit mit dem 43-Jährigen.

          Lizza wies die Anschuldigungen zurück. Der „New Yorker“ habe ihn „voreilig und ohne eine vollständige Untersuchung der relevanten Fakten“ entlassen, hieß es in einer Stellungnahme des Journalisten. Er sei bestürzt darüber, dass die Zeitschrift eine „respektvolle Beziehung zu einer Frau, mit der ich ausgegangen bin, als irgendwie unangemessen einstuft“.

          Lizza hatte im Juli für Schlagzeilen gesorgt, als er die Mitschrift eines Telefonats veröffentlichte, in dem der damaligen Kommunikationschef von Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, mehrere Mitarbeiter des Weißen Hauses vulgär beschimpfte. Scaramucci musste kurz darauf nach nur zehn Tagen im Amt zurücktreten.

          In den Vereinigten Staaten wird seit Wochen eine breite Debatte über sexuelle Gewalt geführt, die nach den Belästigungs- und Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein aufgekommen war. Zahlreiche weitere Prominente gerieten inzwischen durch ähnliche Vorwürfe unter Druck, darunter die Schauspieler Kevin Spacey und Dustin Hoffman, die Fernsehmoderatoren Matt Lauer und Charlie Rose und mehrere Mitglieder des amerikanischen Kongresses.

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