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Wegen Doppelnamen-Witz : Frau entert Bühne von Karnevalist Stelter

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„Ich hab’ sicherlich ’ne Menge politisch relevante Sachen in der Rede – nur das gehört nicht dazu“, sagte Stelter nach dem Zwischenfall. Bild: dpa

Bei der Aufzeichnung einer Karnevalssitzung in Köln ist es zu einem Eklat gekommen: Als sich Kabarettist Bernd Stelter über Doppelnamen lustig macht, fühlt sich eine Zuschauerin angegriffen – und stürmt die Bühne.

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          Eine empörte Frau hat den Karnevalsauftritt des Komikers Bernd Stelter (57) unterbrochen. Sie kletterte nach einem Witz über Doppelnamen und Annegret Kramp-Karrenbauer auf die Bühne. Der Vorfall geschah am Freitagabend bei der Aufzeichnung einer Fernsehsitzung in Köln, wie eine Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval sagte. Wachleute hätten die Frau nach draußen gebracht. Mehrere Medien berichteten darüber. Die „Kölnische Rundschau“ zitierte die Frau mit dem Satz: „Ich habe selbst einen Doppelnamen und muss das nicht über mich ergehen lassen.“

          Stelter hatte nach eigenen Angaben einen Witz gemacht, in dem es zunächst um seine eigene Heirat ging. Der Mädchenname seiner Frau sei Rumpen – und ein möglicher Doppelname daher Rumpen-Stelter. „Der Standesbeamte hat da gesagt: Nee. Sie wollen keinen Doppelnamen“, sagte Stelter am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Deswegen habe ich gesagt: Hätte nicht ein Standesbeamter Frau Kramp-Karrenbauer warnen können?“

          Nach Angaben des Festkomitees fing die Frau zunächst an zu pfeifen. Stelter habe sie daraufhin gebeten, das zu unterlassen. Dann sei sie aber auf die Bühne gekommen, um sich dort zu beschweren.

          „Das Ganze nennt man Narrenfreiheit“

          Eine solche Situation sei ihm in 30 Jahren Karneval noch nie passiert, sagte Stelter. Es habe sich doch nur um einen Spaß gehandelt. „Ich hab’ sicherlich ’ne Menge politisch relevante Sachen in der Rede – nur das gehört nicht dazu“, sagte er. Den Witz will er auch künftig machen. „Das Ganze nennt man Narrenfreiheit.“

          Nach Angaben des WDR wurde die Aufzeichnung der Fernsehsitzung nicht unterbrochen. Der Zusammenschnitt soll am Rosenmontag laufen. Ob die Szene dann zu sehen sein wird, war zunächst unklar.

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