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„Unnötige Registrierung“ : Ausweise der Niederlande bald ohne Geschlechtsangabe

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Männlich oder weiblich? Das soll in den Niederlanden ab 2024/25 nicht mehr im Ausweis stehen. Bild: dpa

Bürger in den Niederlanden sollen zukünftig „selbst ihre Identität erschaffen“, teilte die niederländische Bildungsministerin van Engelshoven dem Parlament mit. Deshalb wird das Geschlecht bald nicht mehr im Ausweis angegeben.

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          Die Niederlande wollen in den Ausweisen nicht länger das Geschlecht angeben. Damit will die Regierung Menschen entgegenkommen, die sich nicht eindeutig als Mann oder Frau fühlen. Die „unnötige Registrierung des Geschlechts“ solle vermieden werden, teilte Bildungsministerin Ingrid van Engelshoven dem Parlament in Den Haag mit. Die Veränderung soll aus praktischen Gründen erst 2024/25 in Kraft treten. Dann werden neue Ausweise eingeführt, bei denen die ganze Option „Geschlecht“ schlicht wegfallen soll. Bei Reisepässen wird sich wegen europäischer Regeln vorerst nichts ändern.

          Die Ministerin, die auch für Emanzipation zuständig ist, will Geschlechtsangaben auch in amtlichen Registern oder Stellenanzeigen des Staates streichen. Dies solle Bürger unterstützen, „selbst ihre Identität erschaffen zu können und diese in aller Freiheit und Sicherheit auch zu leben“.

          Die Interessensverbände der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen, begrüßten den Schritt. „Das ist eine wunderbare Nachricht für all diejenigen, die jeden Tag Probleme haben bei der Kategorie Geschlecht in ihrem Ausweis.“

          In Deutschland ist es seit Ende 2018 gesetzlich möglich, im Geburtenregister neben männlich, weiblich und der Offenlassung des Geschlechts auch „divers“ eintragen zu lassen. Bundestag und Bundesrat folgten damit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts.

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