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Ausbau der A8 : Schneller über die Schwäbische Alb

  • Aktualisiert am

Stau auf der Autobahn 8 bei Stuttgart Bild: dpa

Mindestens 65.000 Fahrzeuge nutzen jeden Tag den völlig veralteten Albaufstieg und Albabstieg der Autobahn 8 zwischen Stuttgart und Ulm. Jetzt soll die Strecke komplett neu gebaut werden.

          Einer der größten Engpässe im deutschen Autobahnnetz soll nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums beseitigt werden: Albaufstieg und Albabstieg der Autobahn 8 zwischen Stuttgart und Ulm sollen bis 2026 neu gebaut und sechsspurig werden. Das kündigten Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger (CDU) und der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) an.

          Seit zwanzig Jahren hatten Bundesverkehrsminister versucht, für den Ausbau der Strecke auf der Schwäbischen Alb einen privaten Investor zu finden und die Autobahn in „öffentlich-privater Partnerschaft“ (ÖPP) zu bauen, doch ein solcher Investor fand sich nicht. Der Plan, dort eine Mautstrecke zu errichten, erwies sich ebenso als unrealistisch. Der bestehende Autobahnabschnitt in der Nähe von Drackenstein ist völlig veraltet, die Strecke nur zweispurig, es gibt noch nicht einmal einen Standstreifen. Die Abstiegsstrasse wurde 1937 gebaut. Die Aufstiegsstrasse 1957. Täglich nutzen mindestens 65.000 Fahrzeuge den Abschnitt.

          Parallel zur A8 wird derzeit die neue ICE-Schnellstrecke nach Ulm gebaut. Die Planungen für einen neuen Albaufstieg reichen bis in neunziger Jahre zurück. 2006 war das Planfeststellungsverfahren auf Wunsch des Bundes ausgesetzt worden, 2014 nahm die Landesstraßenbauverwaltung die Planungsarbeiten dann wieder auf. Dadurch stiegen die Planungskosten.

          Große Teile der neuen Autobahnstrecke sollen in den Tunneln „Drackenstein“ und „Himmelschleife“ verlaufen. Insgesamt wird die Strecke Stuttgart – München um 3,8 Kilometer verkürzt. Das Planfeststellungsverfahren soll 2019 abgeschlossen sein, vor 2026 ist mit einer Freigabe der Strecke aber nicht zu rechnen. Die alte Trasse bleibt als Ausweichstrecke erhalten. Derzeit rechnen die Planer mit Kosten in Höhe von 600 Millionen Euro.

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