https://www.faz.net/-gum-8mjfx

Aufbruch zur ISS : Ganz oben arbeiten Russen und Amerikaner zusammen

  • Aktualisiert am

Auf dem Weg: Andrej Borissenko (von oben), Shane Kimbrough und Sergej Ryschkow verabschieden sich. Bild: Imago

Mit einem Monat Verspätung sind zwei Raumfahrer aus Russland und ein Amerikaner am Mittwoch zur ISS aufgebrochen. Auf ihrer Agenda haben sie rund 50 Experimente. Auch kulinarisch könnte es interessant werden.

          Nach einer technischen Panne sind drei Raumfahrer mit einem Monat Verspätung zur Internationalen Raumstation aufgebrochen. Die Sojus-Kapsel startete am Mittwoch mit den Russen Sergej Ryschkow und Andrej Borissenko sowie ihrem amerikanischen Kollegen Robert Shane Kimbrough vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) aus ins All.

          „Das Raumschiff hat Kurs auf die Internationale Raumstation genommen“, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Ursprünglich war der Start für den 23. September geplant gewesen. Doch wegen eines Problems mit Kabeln musste der Flug um vier Wochen verschoben werden. Bei Tests hatte es einen Kurzschluss gegeben. Ryschkow, Borissenko und Kimbrough sollen 155 Tage im All bleiben.

          Am Freitag soll die Sojus-Kapsel an der Station andocken

          Auf ihrer Agenda haben sie nach Angaben von Roskosmos rund 50 Experimente. Auch kulinarisch könnte es interessant werden: Ryschkow und Borissenko sollen Paprika in der Schwerelosigkeit züchten. Der Flug zur Raumstation soll gut zwei Tage dauern, anstatt wie zuletzt üblich rund sechs Stunden. Am Freitag soll die Sojus-Kapsel an der Station andocken.

          Mit dem automatisch gesteuerten Flug soll die noch recht neue Raumkapsel vom Typ Sojus-MS weiter erprobt werden. Bereits im Juli waren drei Raumfahrer mit einer solchen Kapsel geflogen. Zur Zeit arbeiten auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde die amerikanische Astronautin Kathleen Rubins, der Japaner Takuya Onishi und der Russe Anatoli Iwanischin. Ihre Rückkehr ist für Ende Oktober vorgesehen. Die Mission der drei Raumfahrer, die am Mittwoch gestartet sind, dauert etwas über vier Monate. Die Leitung übernimmt Shane Kimbrough. Der 49 Jahre alte Familienvater verbrachte bisher knapp 16 Tage im All, bei einer Mission an Bord des Spaceshuttle Endeavour.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Markt für Smartphone-Hersteller wie Apple, Huawei und Samsung kannte lange nur eine Richtung: nach oben. Diese Ära ist jetzt vorbei.

          Absatz von Smartphones : Handybesitzer zögern Neukauf immer länger hinaus

          Umweltschützer freut es, die Hersteller sind frustriert: Handybesitzer warten immer länger, bis sie sich ein neues Gerät kaufen. Die Top-Marken müssen ein Minus von fast 4 Prozent verkraften – 5G soll das ändern.

          EU-Urheberrecht : Von wegen keine Uploadfilter!

          Innerhalb der nächsten zwei Jahre muss Deutschland das neue EU-Urheberrecht umsetzen – ohne Uploadfilter. Das verspricht jedenfalls die CDU. F.A.Z.-Redakteur Hendrik Wieduwilt hat daran seine Zweifel.

          Video von Trump und Epstein : „Sie ist scharf“

          Donald Trump hat in den vergangenen Wochen immer behauptet, den des Sexhandels beschuldigten Milliardär Jeffrey Epstein kaum zu kennen. Ein Video von 1992 zeigt die beiden jedoch bei einer von Trumps Partys in Florida.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.