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Sicher im Schloss : Wo die Deutschen im Krieg Kunstschätze versteckten

  • -Aktualisiert am

Ort des Geschehens: Schloss Weesenstein diente während des Zweiten Weltkriegs als Auslagerungsort für wertvolle Kunstschätze. Bild: dpa

Während des Zweiten Weltkriegs wurde in Deutschland nach sicheren Verstecken gesucht, um wertvolle Kunstschätze zu schützen. Ausgerechnet ein Schloss in Sachsen bot hierfür beinahe ideale Bedingungen.

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          Das Zifferblatt aus Emaille ist angeschmolzen, die Zeiger darin fest verbacken, die aus Kupfer und Messing gearbeitete Fassung ist abgesprengt, rostig und bis zur Unkenntlichkeit verklumpt. Die beiden Häuflein Schrott sind alles, was von zwei kunstvoll gearbeiteten Uhren aus dem 16. Jahrhundert geblieben ist. Sie verbrannten in einem Lkw, der sie in Sicherheit bringen sollte. Doch der Transport wurde vom Bombenangriff am 13. Februar 1945 auf Dresden überrascht. Zusammen mit den Uhren verbrannten 25 Kisten voll filigraner Instrumente des Mathematisch-Physikalischen Salons des Dresdner Zwingers sowie 154 Gemälde aus der Galerie Alte Meister.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Gut 70 Jahre später sind die Überbleibsel doch noch nach Weesenstein, ihrem damals vorgesehenen Zielort, gelangt. Dort erinnern sie seit kurzem an ein bisher kaum beachtetes Kapitel der Geschichte. Das stattliche Schloss mit seinen bis zu vier Meter mächtigen Felsmauern liegt südöstlich von Dresden nahe Pirna abgeschieden im malerischen Müglitztal.

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