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Nach dem Attentat in Hanau : Wir sind nicht fremd

Wasserpfeifen bedeuten für Menschen mit Migrationshintergrund auch ein Stück Heimat. Bild: dpa

Früher war unsere Autorin, 25, Stammgast in einer Hanauer Shishabar - an dem Platz, wo nun Menschen getötet wurden.

          6 Min.

          Als die Eilmeldung nachts auf meinem Handydisplay erscheint, wische ich sie weg. Ich habe ein ungutes Gefühl. Und ich will es nicht spüren. Erst am Morgen danach lese ich, was in Hanau passiert ist. Terrorakt, Kiosk, Shisha-Bar, elf Tote. Schon beim Überfliegen des Artikels wird mir schlecht.

          Hanau. Vor drei Jahren war ich jedes Wochenende dort, manchmal auch unter der Woche. Um Shisha zu rauchen. In einer Bar schräg gegenüber jener, in der nun Menschen getötet wurden, am Heumarkt im Zentrum. Ich erinnere mich an einen Geburtstag, den wir dort gefeiert haben, wie wir gemeinsam Benjamin-Blümchen-Torte aus Tupperdosen gegessen und vor der Bar mit Luftballons in der Hand Erinnerungsfotos geschossen haben. Ich habe die Fotos noch. Ihr Anblick tut jetzt weh. Fünf Mädchen, alle dunkle Haare, alle mit sogenanntem Migrationshintergrund. Wer waren die Menschen, die jetzt tot sind?

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