https://www.faz.net/-gum-9wb7o

NRW-Ministerpräsident : Laschet erhält „Orden wider den tierischen Ernst“

  • Aktualisiert am

Als erster Aachener erhält NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (hier beim Kölner Rosenmontagszug 2018) den Orden „Wider den tierischen Ernst“. Bild: dpa

Erstmals in der 70-jährigen Geschichte der Auszeichnung erhält mit Armin Laschet ein gebürtiger Aachener den „Orden wider den tierischen Ernst“. Vor der Veranstaltungshalle kommt es derweil zu Protesten.

          1 Min.

          Als erster Aachener hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Samstagabend den „Orden wider den tierischen Ernst“ des Aachener Karnevalsvereins (AKV) erhalten. Das 70-jährige Bestehen des Ordens ist laut AKV-Präsident Werner Pfeil „genau der richtige Anlass, erstmals einen Ritter aus Aachen auszuzeichnen“. Niemand verkörpere die Kriterien für die Ritterwürde, Humor und Menschlichkeit im Amt, besser als Laschet. Die Laudatio sollte Vorjahresritterin und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) halten.

          Der Karnevalsverein ehrt Laschet als „pragmatischen und kompromissfähigen Politiker mit rheinischem Humor, der gelobt hat, die Fröhlichkeit stets zu verteidigen“. Er grenze nicht aus, sondern „umarmt und integriert, eben typisch rheinländisch“. Sein tiefgründiger Humor, sein echtes Interesse an den Menschen und sein stetiger Einsatz für Verständigung hätten den AKV-Elferrat überzeugt, hieß es. Laschet sei ein Politiker, „der mit kluger Zurückhaltung und Sympathie die Herzen der Menschen gewinnt“.

          „Ich freue mich riesig über diese höchste karnevalistische Auszeichnung, die man als Politiker erhalten kann“, hatte Laschet vor der Verleihung erklärt. Für ihn als Aachener gehöre die Festsitzung des AKV mit der Ordensverleihung „zur närrischen DNA“. Schon 2005, 2006 und 2018 war Laschet bei der Festsitzung auf der Bühne aufgetreten.

          Im Vorfeld der Verleihung protestierten mehrere hundert Braunkohlegegner gegen den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten. Vor der Veranstaltungshalle in Aachen sangen sie am Samstagabend ein Schmählied auf den CDU-Politiker und den Energiekonzern RWE. Aus ihrer Sicht hat sich Laschet zu wenig für den Erhalt von fünf Dörfern am Braunkohletagebau Garzweiler eingesetzt. Auf Särgen standen die Namen der Dörfer, die für den Tagebau verschwinden sollen. Viele Teilnehmer trugen Papp-Tüten mit Laschets Konterfei. „Hambi bleibt Laschet geht“ stand auf einem Transparent. Zu der Demonstration hatte vor allem die Initiative von Tagebaubetroffenen „Alle Dörfer bleiben“ eingeladen, die für den Erhalt der Dörfer kämpft.

          Die Premierenverleihung des Ordens fand im Jahr 1950 statt. Neben Laschet zählen unter anderen auch Konrad Adenauer (CDU), Helmut Schmidt (SPD), Hans-Dietrich Genscher (FDP) und Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu den Ordensträgern.

          Weitere Themen

          Boris Johnson erwägt offenbar landesweiten Teil-Lockdown

          Corona-Liveblog : Boris Johnson erwägt offenbar landesweiten Teil-Lockdown

          Virologe Streeck hält Shutdown für „zu früh“ +++ Weitere Weihnachtsmärkte abgesagt +++ Belgien schließt alle Geschäfte – bis auf die Supermärkte +++ Touristen müssen Schleswig-Holstein spätestens am Montag verlassen +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.

          Topmeldungen

          Kapazitätserhöhung in Person: Vanessa Op te Roodt im Labor in Ingelheim

          Immer mehr Corona-Tests : Deutschlands Labore sind am Limit

          Die Labore in Deutschland werten immer mehr Corona-Tests aus und verdienen gut daran. Doch nun schlagen Laborärzte Alarm: Noch mehr Untersuchungen seien unmöglich. Muss die Teststrategie geändert werden?
          Der belgische Premierminister Alexander De Croo informiert die Bürger nach den Beratungen über verschärfte Corona-Maßnahmen am Freitagabend.

          Corona-Spitzenreiter : Belgien scheut den Lockdown

          Belgien hat die höchste Infektionsrate in Europa. Die Maßnahmen werden verschärft, aber einen Lockdown wird es vorerst nicht geben. Aus Sicht von Fachleuten ist das viel zu wenig.
          Der republikanische Senator Lindsey Graham spricht am 17. Oktober auf einer Wahlkampfkundgebung

          Senatswahl in Amerika : Die Angst der Republikaner

          Können die Demokraten Weißes Haus, Repräsentantenhaus und Senat in ihre Hand bringen? Die Republikaner fürchten den Verlust ihrer Mehrheit, weil sogar einst sichere Sitze in Gefahr sind.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.