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Mainzer Universitätsmedizin : Antikörper gegen Speiseröhrenkrebs

Selbst nach einer scheinbar erfolgreichen Chemotherapie kann es zu Rückfällen kommen. (Symbolbild) Bild: dpa

Menschen mit Krebs der Speiseröhre oder des oberen Magens können von einer unterstützenden Immuntherapie profitieren. Das stellten Forscher der Mainzer Universitätsmedizin fest.

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          Menschen mit Krebs der Speiseröhre oder des oberen Magens können von einer unterstützenden Immuntherapie profitieren. Das zeigt eine internationale Studie, an der Forscher der Mainzer Universitätsmedizin beteiligt waren. Die Wissenschaftler haben untersucht, ob die Gabe eines monoklonalen Antikörpers namens Nivolumab die tumorfreie Lebenszeit der Patienten verlängern kann. Nivolumab ist ein sogenannter Immuncheckpoint-Inhibitor: Der Antikörper unterbricht einen Signalweg, der die körpereigene Abwehr daran hindert, die Tumorzellen effektiver zu bekämpfen.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie der Mainzer Gastroenterologe Markus Möhler und seine Kollegen im New England Journal of Medicine berichteten, blieben die 532 Studienteilnehmer, die den Antikörper nach einer Operation erhielten, im Durchschnitt 22 Monate krebsfrei. Bei 262 Probanden, die nur ein Placebo bekamen, kehrte der Tumor im Mittel nach elf Monaten zurück. In der EU und den Vereinigten Staaten ist Nivolumab mittlerweile für die unterstützende Behandlung zugelassen.

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