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Nach Aufruf von Al-Sisi : Anti-Scheidungskurse an Ägyptens Universitäten

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Von Salah Ahmed lernen Studierende an der Universität Kairo, wie sie mit Konflikten in der Ehe umgehen sollen. Mit dem verpflichtenden Kurs will die Regierung die Scheidungsraten senken. Bild: Reuters

Die ägyptische Regierung will die hohen Scheidungsraten bekämpfen. Verpflichtende Anti-Scheidungskurse sollen deshalb Studierende bald auf Konflikte in der Partnerschaft vorbereiten.

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          Studierende an ägyptischen Universitäten sollen ab September verpflichtend an einem Anti-Scheidungsprogramm teilnehmen. Es soll für Partnerwahl, Ehe und den Umgang mit Eheproblemen qualifizieren, wie die Zeitung „Al-Ahram“ am Mittwochabend online berichtet. Hintergrund des Programms mit dem Namen „Mawwada“ (Zuneigung) ist demnach der Aufruf von Staatspräsident Abdel-Fattah Al-Sisi, die hohen Scheidungsraten zu bekämpfen. In Ägypten gab es im Jahr 2018 etwa 211.000 Scheidungen.

          Das in Zusammenarbeit mit der koptischen Kirche und der führenden islamischen Autorität Al-Azhar entwickelte Programm durchliefen laut dem Bericht in einer Testphase 21.000 junge Menschen in den Regionen Kairo, Alexandria und Port Said. Die Scheidungsraten seien dort besonders hoch. Insgesamt ziele das Programm auf jährlich 900.000 Ägypter zwischen 18 und 25 Jahren. Zusätzlich solle es sich an verheiratete Paare richten, die bei staatlichen Schlichtungsstellen Hilfe suchen.

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