https://www.faz.net/-gum-9042z

Ansel Elgort im Interview : „Ich weiß, dass ich Potential habe“

  • -Aktualisiert am

„Ich bin durch und durch New Yorker.“ Bild: Reuters

Ansel Elgort ist Hollywoods Mädchenschwarm – und geizt nicht mit Selbstbewusstsein. Damit macht er sich nicht nur Freunde. Ein Gespräch über den Film „Baby Driver“, Ballett und Fans.

          Für Smalltalk hat Ansel Elgort nicht viel übrig. Der Dreiundzwanzigjährige, der als krebskranker Augustus Waters in der Romanverfilmung „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ Millionen Kinobesucher zu Tränen rührte, sitzt in einer Suite des Hotels Four Seasons in Los Angeles und kommt gleich zur Sache. Edgar Wrights Actiondrama „Baby Driver“, in dem Elgort von dieser Woche an in deutschen Kinos zu sehen ist, vereine seine größten Leidenschaften: Musik und Schauspielerei. „Ich hätte jetzt auch am Broadway sein können“, sagt der New Yorker ohne eine Spur des Selbstzweifels.

          Die Mischung aus jungenhaftem Charme und unerschütterlichem Selbstbewusstsein hat Elgort zu einem der beliebtesten Nachwuchsstars in Hollywood gemacht. Nach einer Nebenrolle in Kimberly Peirces Neuauflage des Horrorfilms „Carrie“ folgte vor drei Jahren ein Part in der Science-Fiction-Saga „Die Bestimmung – Divergent“. Spätestens durch die Rolle als beinamputierter Gus in Josh Boones „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ im Sommer 2014 avancierte Elgort zum hübschesten Mädchenschwarm Hollywoods.

          Bei Instagram hat der 1,93 Meter große Gewinner des Publikumspreises Teen Choice Award inzwischen mehr als 8,3 Millionen Anhänger. Die Skinny Jeans und das enganliegende weiße T-Shirt, die der Schauspieler, Sänger und DJ während des Gesprächs trägt, würden seinen meist weiblichen Fans ohne Zweifel gefallen.

          New Yorkern eilt der Ruf voraus, sich ein Leben in Kalifornien nicht vorstellen zu können. Haben Sie je mit dem Gedanken gespielt, für die Filmkarriere nach Hollywood zu ziehen?

          Ich lebe in New York, und so wird es auch bleiben. Ich bin durch und durch New Yorker. Die Stadt hat mich geprägt. Ich verdanke ihr mein Verständnis für Kunst. Als Kind habe ich meine Geburtstage in der Oper oder bei Ballettaufführungen verbracht. Der Broadway mit Shows wie „Oklahoma“ und „Les Misérables“ hat mich für das Musiktheater begeistert. Das Aufwachsen an der Upper West Side hat mir auch einen Sinn für Unabhängigkeit gegeben. Seit meinem elften Lebensjahr fahre ich allein U-Bahn und laufe ohne Begleitung durch die Stadt.

          Sie sind in einer Künstlerfamilie aufgewachsen. Ihre Mutter Grethe Barrett Holby arbeitet als Opernregisseurin, Ihr Vater Arthur Elgort ist Modefotograf. Hat das abgefärbt?

          Meine Eltern haben mich immer ermuntert, kreativ zu sein. Egal, ob ich am Klavier saß, ein Gedicht verfasste oder ein Musikstück schrieb. Kreativität wird in meiner Familie sehr groß geschrieben. Zur Belohnung durfte ich mich anschließend mit Videospielen amüsieren.

          Szene aus „Das Schicksal ist ein mieser Verrräter“: „Meine Eltern haben mich immer ermuntert, kreativ zu sein.“

          Sie haben sich als Neunjähriger bei der renommierten School of American Ballet beworben und später die Kunst- und Theaterschule Fiorello H. LaGuardia High School besucht. War das Ihre Idee oder die Ihrer Eltern?

          Das Ballett war mein Wunsch. Solange ich denken kann, wollte ich tanzen. Meine Eltern haben mich aber unterstützt und mich ermutigt, wirklich etwas Großes zu wagen. Sie haben mir zu verstehen gegeben, dass ich mich nicht mit Auftritten in Kindersendungen à la Nickelodeon zufriedengeben sollte. Ich sollte eine gute Ausbildung machen, um am Broadway auftreten zu können.

          Erinnern Sie sich an die Vorbilder Ihrer Kindheit?

          Ich glaube, ich habe mich damals vor allem an den Künstlern orientiert, die mein Vater gut fand. Da er im Jahr 1940 geboren wurde, waren das eher ältere Semester wie Marlon Brando, Gene Kelly und Paul Newman.

          Mit Jamie Foxx in „Baby Driver“: „Wenn Mädchen mich auf der Straße erkennen, bleiben sie meist mit offenem Mund stehen.“

          Bei dem Casting für den Musikfilm „Baby Driver“ erwies sich Elgorts Faible für Klassiker als Glücksfall. Der britische Regisseur und Drehbuchautor Edgar Wright suchte einen jugendlichen Hauptdarsteller, der auch mit Barry White, der Incredible Bongo Band und T. Rex etwas anfangen konnte.

          Weitere Themen

          Hitzewarnung für Deutschland

          Deutscher Wetterdienst : Hitzewarnung für Deutschland

          Der Deutsche Wetterdienst rechnet ab Montag mit ersten Hitzewarnungen. Ab Mittwoch soll dann ganz Deutschland von einer Hitzewelle erfasst werden. Besonders Kinder, alte und kranke Menschen sind durch die hohen Temperaturen gefährdet.

          Topmeldungen

          Bereits ab 14.00 Uhr könnte die gefühlte Temperatur über 32 Grad liegen, dann herrscht Warnstufe 2. (Archivbild aufgenommen in Berlin)

          Deutscher Wetterdienst : Hitzewarnung für Deutschland

          Der Deutsche Wetterdienst rechnet ab Montag mit ersten Hitzewarnungen. Ab Mittwoch soll dann ganz Deutschland von einer Hitzewelle erfasst werden. Besonders Kinder, alte und kranke Menschen sind durch die hohen Temperaturen gefährdet.

          Klare Ansage : Kovac will Real-Star nicht beim FC Bayern

          Den Spekulationen um einen möglichen prominenten Neuzugang erteilt Bayern-Trainer eine vehemente Absage. Die Zukunft von Renato Sanches bei Bayern München scheint jedoch geklärt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.