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Anke Engelke im Interview : „Ich bin die, die beim Dreh am meisten lacht“

Wie hat Anke Engelke die Corona-Zeit bisher überstanden? „Ich habe mehr gelesen, mehr gekocht, mehr gespielt“, sagt sie im Interview. Bild: Tobias Schult

Schauspielerin und Komikerin Anke Engelke spricht im Interview über Hygieneregeln im Tonstudio, den richtigen Umgang mit dem Tod – und erzählt, warum sie sich einst über Anrufe von Loriot wunderte.

          8 Min.

          Frau Engelke, Klimawandel, Corona-Pandemie, Donald Trump. Was treibt Sie gerade um?

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Da bin ich fast beständig stoisch, so ein bisschen wie ein leise aufstampfendes, trotziges Kind. Ich bleibe bei dem Programm, das ich schon so lange fahre: Ich bewege mich im öffentlichen Raum nur so, wie ich das perspektivisch richtig finde. Eine halb öffentliche Person nimmt man vielleicht anders wahr, vielleicht stecke ich andere damit an, wenn man sieht, wie ich reise: Ich bin gestern mit dem Zug von Köln nach München gefahren, und ich fahre nachher mit dem Zug weiter nach Wien, weil ich da gerade drehe. Keine Inlandsflüge. Das Auto, das ich fahre, ist ein Elektroauto, und das Handy, das ich benutze, ist ein 15 Jahre altes Mobiltelefon. Ich versuche, bewusst einzukaufen, also regional, saisonal und nachhaltig, denn ich kann mich nicht über andere beschweren, wenn ich nicht bei mir selbst anfange. Ich bin eine große Freundin der Graswurzel-Bewegungen, weil ich glaube, vieles muss von uns ausgehen. Wir können die Verantwortung nicht komplett an die Politik abgeben, weil die sie wiederum auf uns überträgt. Bringt nix. Also, wer will und kann: selbst machen! Im Freundeskreis erlebe ich das auch: Aktivismus, ohne dabei die Radikalität dessen, was wir da machen, zur Schau zu stellen. Ich bin gern bei Demonstrationen und Protestmärschen dabei, radikal und friedlich schließen sich bei mir nicht aus.

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