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Stil-Fragebogen: Anke Engelke : Urlaub? Am liebsten inmitten meiner Familie

  • Aktualisiert am

Anke Engelke Bild: Julia Zimmermann

Bis heute ist Anke Engelke ein Quotengarant, egal ob als Entertainerin und Komikerin, Moderatorin, Synchronsprecherin oder Schauspielerin. Antworten gibt sie im Stil-Fragebogen.

          3 Min.

          Schon mit 13 Jahren moderierte Anke Engelke ihre ersten Fernsehsendungen. Auch durch sie wurde das ZDF-Ferienprogramm Anfang der Achtziger zum Straßenfeger für eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen. Bis heute ist die Kölnerin, die 1965 in Montreal geboren wurde, ein Quotengarant, egal ob als Entertainerin und Komikerin („Ladykracher“), Moderatorin („Eurovision Song Contest“, „Berlinale“), Synchronsprecherin (Marge von den „Simpsons“) oder als Schauspielerin („Der WiXXer“, „Rico, Oskar und die Tieferschatten“).

          Was essen Sie zum Frühstück?
          Unter der Woche das, was die Kinder nicht aufgegessen haben: eingeweichtes Müsli, kaltes Ei. Am Wochenende: üppig, lang, gesund.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?
          Oft kaufe ich Sachen, die ich bei Auftritten schon getragen habe, meinem Stylisten Matthias Voecking mit Prozenten ab. Meine Lieblingsmarke: Odeeh. In Köln habe ich zudem ein, zwei Lieblingsläden. Da ich modisch nicht ganz auf der Höhe bin, bin ich total offen.

          Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?
          Nein.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?
          Ich trage Sachen gerne, bis sie auseinanderfallen. Oder bis sie mir nicht mehr gefallen, dann verschenke ich sie an meine Freundinnen oder bringe sie zu Oxfam. Mein ältestes Kleidungsstück aber ist ein zartblauer Kaftan, weiß bestickt, aus Marokko. Den haben meine Eltern mir als Teenager viel zu groß gekauft, so dass er jetzt passt.

          Was war Ihre größte Modesünde?
          Die Madonna-Phase in den Achtzigern. Netz, Leggings, Ketten, Ohrringe. Mein Hals ist zu kurz für schwere, lange Ohrringe, mein Gesicht war pubertätsbedingt zu dick für offene Haare und große Neonspangen. Ich entschuldige mich.

          Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?
          Ja.

          Haben Sie Stil-Vorbilder?
          Ich fürchte, ich habe kein Vorbild. Das müsste mir ja sonst sofort einfallen. Ich habe aber neulich wieder Fotos von Isabel Marant gesehen. Ich mag, wie sie sich anzieht.

          Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbst gemacht?
          Für mich habe ich gestrickt, für die Kinder Karnevalskostüme gemacht. Ich bin sehr gut im Improvisieren.

          Besitzen Sie ein komplettes Service?
          Nein.

          Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?
          Immer mit meinem Käsekuchen. Und meine Ruck-Zuck-Brownies sind die Besten.

          Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?
          Wir lesen den „Kölner Stadtanzeiger“, um zu wissen, was in unserer Stadt passiert. Ein Abo der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ haben wir, seit es die Zeitung gibt. Das „Spiegel“-Abo habe ich gekündigt, wegen der „Bild“-Leute da. Ich lese die „Süddeutsche“ und im Zug die F.A.Z. Die Motorrad-Magazine meines Manns interessieren mich so wenig wie Mode-Magazine.

          Welche Websites und Blogs lesen Sie?
          Blogs keine, Websites mal diese, mal jene von meist englischsprachigen Zeitungen und Zeitschriften.

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?
          Gestern habe ich eine Postkarte an die Mutter eines jungen Mannes geschrieben, der vor langer Zeit so etwas wie ein Fan von mir war und ein bisschen zu sehr meine Nähe suchte. Irgendwann schrieb mir die Mutter einen Brief, den ich jetzt beim Aufräumen fand. Weil es dem Jungen damals gesundheitlich nicht gut ging, habe ich ihr geschrieben, um zu erfahren, wie es ihm geht.

          Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?
          „As I Lay Dying“ von William Faulkner.

          Ihre Lieblingsvornamen?
          Die Namen meiner Kinder und Claus mit C - weil mein Mann so heißt.

          Ihr Lieblingsfilm?
          Die Liste ist sooo lang. Aktuell „Finding Vivian Maier“.

          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?
          Ohne. Ich fahre mit dem Zug, in Köln mit der Bahn, und habe eine Monatskarte.

          Tragen Sie eine Uhr?
          Nein. Ich wünschte, ich hätte eine. Aber die Uhr muss erst noch erfunden werden, in der nichts drin ist, was im Kongo aus dem Boden geholt werden musste, die komplett recycled und recyclebar ist.

          Tragen Sie Schmuck?
          Ich trage Ehe- und Verlobungsring und eine dünne Kette mit Amuletten. Anderer Schmuck belästigt mich.

          Haben Sie einen Lieblingsduft?
          Meine Düfte sind im Winter ein wenig holzig und riechen nach Amber, im Sommer nach Strand.

          Was ist Ihr größtes Talent?
          Empathie.

          Was ist Ihre größte Schwäche?
          Die Moralkeule, die ich über andere schwinge, und die ich auch auf mich niedersausen lasse.

          Womit kann man Ihnen eine Freude machen?
          Indem man mir gegenüber unverkrampft ist. Das ist das einzig Traurige in meinem Leben: Ich scheine so stigmatisiert zu sein, dass viele denken, man müsse sich mir gegenüber verhalten. Muss man nicht!

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?
          Ich kann nicht smalltalken. Ich kann nicht smalltalken. Ich kann nicht smalltalken. Weil ich auch immer mein eigenes Gerede hinterfrage und denke: Muss das sein? Eine Devise, die mir etwas bedeutet: zu sagen, was man meint, und zu meinen, was man sagt.

          Sind Sie abergläubisch?
          Ich habe meinen eigenen Aberglauben. Wenn ich zum Beispiel meine Ringe wegen einer Rolle ausziehen muss, was leider oft vorkommt, dann werde ich wahnsinnig, wenn ich abends merke, dass ich sie in der Maske vergessen habe. Dann muss ich zurück und die Ringe holen.

          Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?
          Inmitten meiner Familie. Das ist der beste Ort.

          Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?
          Venedig. Das hat Tradition, weil wir die Biennale mögen.

          Was trinken Sie zum Abendessen?
          Stilles Kölner Wasser. Mein Mann hat eigens einen Filter installiert. Ein gutes Gefühl: sauberes Leitungswasser, das nicht hergestellt und transportiert werden muss.

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