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Alfred Biolek (1934-2021) Bild: dpa

Fernsehmoderator : Alfred Biolek im Alter von 87 Jahren gestorben

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Er war eine der letzten großen TV-Legenden: Alfred Biolek ist tot. Einen Namen machte er sich nicht nur als Entertainer – sondern auch als Gourmet.

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          Der Entertainer Alfred Biolek ist tot. Er starb am Freitagmorgen, wie sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der frühere Fernsehmoderator und Talkmaster sei in seiner Kölner Wohnung friedlich eingeschlafen. Biolek war seit längerem gesundheitlich angeschlagen gewesen. Er wurde 87 Jahre alt.

          Der Anwaltssohn Biolek wurde 1934 in Freistadt – heute Tschechische Republik – geboren und verlebte eine behütete Kindheit in einem großbürgerlichen katholischen Elternhaus. Nach dem Krieg floh die Familie in den Westen, und wie sein Vater studierte Biolek Jura und promovierte zum Doktor der Rechtswissenschaften. Bioleks Karriere wäre heute undenkbar: Als Justiziar begann er 1963 beim neugegründeten ZDF, wechselte aber bald darauf ins Redaktionelle. Bei seinem ersten Auftritt vor der Kamera gab er „Tipps für Autofahrer“.

          1970 kam er zum WDR nach Köln und entwickelte dort mit Rudi Carrell die Samstagabendshow „Am laufenden Band“, die erfolgreichste Sendung der 1970er Jahre. Parallel sammelte er im „Kölner Treff“ erste Moderationserfahrung und bekam 1978 seine eigene Sendung, „Bio’s Bahnhof“.

          Alfred Biolek, früherer Fernsehmoderator und Talkmaster, ist in Köln im Alter von 87 Jahren gestorben. Bilderstrecke
          Alfred Biolek gestorben : Eine der letzten großen TV-Legenden

          Danach war er im deutschen Fernsehen 30 Jahre ständig präsent. Allein seine Talkshow „Boulevard Bio“ lief zwölf Jahre lang. Seine Ära endete erst 2007 mit der letzten Folge der Kochsendung „Alfredissimo“, in der er viele Jahre lang mit Gästen am Herd gestanden, geplaudert und Wein verkostet hatte. „Meine Zeit ist jetzt zu Ende“, sagte er damals.

          2010 zog er sich bei einem Sturz von einer Wendeltreppe schwere Schädelverletzungen zu und fiel ins Koma. Seitdem hatte er recht zurückgezogen in Köln gelebt.

          Zum achtzigsten Geburtstag 2014 hieß es in der F.A.Z. zum Wirken Bioleks: „Alfred Biolek hat tragende Linien des heutigen Fernsehens vorgezeichnet und wohl gemerkt, dass damit irgendetwas irgendwann nicht mehr stimme. Aus dem Gespräch wurde der Talk, aus dem Treffen am Herd die Küchenschlacht. Was bei Biolek formvollendet war, geriet aus den Fugen.“

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