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Abermals Rekordhalter : Babyboomstadt Berlin

Babyboom - Berlin ist auch dieses Jahr wieder Rekordhalter Bild: dpa

In einem Krankenhaus in der Hauptstadt sind 2013 die meisten Babys zur Welt gekommen. Unter den Top-Zehn finden sich gleich noch drei weitere Berliner Kliniken.

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          Die meisten Kinder an einem Klinikstandort kamen auch 2013 wieder in Berlin zur Welt. Wie die Geburtenstatistik des Herstellers von Babynahrung, Milupa, zeigt, wurden im vergangenen Jahr im Sankt-Joseph-Krankenhaus in Berlin-Tempelhof mit 3693 Geburten die meisten Entbindungen in Deutschland gezählt. Das Krankenhaus selbst weist 3816 Neugeborene auf, in 123 Fällen wurden junge Mütter von Zwillingen entbunden. Das waren nach Angaben des Krankenhauses klar mehr als noch 2012, als 3557 Kinder zur Welt kamen. Die Milupa-Statistik führt allerdings im Gegensatz zu dem Krankenhaus und auch dem Statistischen Bundesamt nur die reinen Entbindungen auf und nicht die Anzahl der Kinder oder ob es sich um eine Totgeburt gehandelt hat.

          Peter-Philipp Schmitt
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Unter den Top-Zehn der Milupa-Geburtenstatistik finden sich gleich drei weitere Kliniken in Berlin: Auf Rang vier folgt das Vivantes Klinikum Neukölln (3503 Geburten), auf Rang sechs das Sana Klinikum in Lichtenberg (3166), und der Virchow-Campus der Charité (3145) belegt Rang sieben. Am Charité-Standort gab es 247 Geburten weniger als im Vorjahr, bei den anderen drei Berliner Krankenhäusern stiegen die Zahlen um insgesamt 483 Geburten im Vergleich zu 2012. Nach Angaben des Statistischen Landesamts spiegelt sich darin auch die Beliebtheit der deutschen Hauptstadt gerade bei jungen Paaren wieder. Gerade sie seien in den vergangenen Jahren nach Berlin gezogen, was die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter erhöht habe.

          Offiziell auf Rang eins steht in der Milupa-Statistik allerdings München: Die Kliniken der Ludwig-Maximilians-Universität kommen demnach auf 4223 Entbindungen. Allerdings handelt es sich nicht nur um ein Krankenhaus, sondern um den Zusammenschluss zweier Kliniken. Neben Berlin und München – das Rotkreuzklinikum folgt mit 3577 Geburten auf Platz drei – sind Hamburg (Marienkrankenhaus, 3234), Nürnberg (Klinik Hallerwiese, 3042), Frankfurt (Bürgerhospital, 3036), Stuttgart (Robert-Bosch-Krankenhaus, 2948) und Rostock (Klinikum Südstadt, 2853) auf den vorderen Plätzen vertreten. Die Statistik zeigt zudem, dass die Anzahl der Geburtshilflichen Standorte weiter rückläufig ist: Gab es 2012 noch rund 800, so waren es im vergangenen Jahr nur noch etwa 760.

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