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Aus dem Mittelmeer : 50 Städte wollen gerettete Flüchtlinge aufnehmen

  • Aktualisiert am

Flüchtlinge, die auf Booten von Libyen aus nach Italien übersetzen wollten, werden während eines Rettungseinsatzes am vor der libyschen Küste geborgen (Archivbild von Anfang 2018). Bild: dpa

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch rettet Flüchtlinge aus dem Mittelmeer, doch Italien verweigert die Aufnahme. Die Lösung könnte in Deutschland liegen.

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          Mehr als 50 deutsche Städte und Gemeinden wollen Flüchtlinge aufnehmen, die von Seenotrettern aus dem Mittelmeer geholt wurden. Die Kommunen hätten bereits schriftlich ihre Bereitschaft zur Aufnahme bekundet, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums mit.

          Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch hatte in der vergangenen Woche vor der libyschen Küste mehr als 50 Menschen von einem Schlauchboot gerettet. Italiens Regierung will das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ aber nicht anlegen lassen.

          Sea-Watch kritisiert, dass Deutschland offenbar auf eine europäische Lösung warte. „Deutschland ist gefragt“, sagte Sprecher Ruben Neugebauer. Im Moment stehe jedoch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im Weg.

          Aus dem Innenministerium in Berlin hieß es, dass man sich einer Lösung nicht verschließe. Voraussetzung sei allerdings „eine möglichst breite Beteiligung der EU-Mitgliedstaaten und die Übernahme der Koordinierung durch die Europäische Kommission“.

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