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Gemeinsame Aktion : 49 Prominente gedenken der Opfer von Orlando

Eine von 49: Lady Gaga erinnert zusammen mit Sängern, Schauspielern und Regisseuren an die Opfer von Orlando. Bild: Youtube

Lady Gaga und 48 weitere amerikanische Prominente haben einen Kurzfilm zu Ehren der Toten des Massakers von Orlando gedreht. Jeder von ihnen erzählt dabei die Lebensgeschichte eines Opfers.

          Einen Kurzfilm mit so einer Darsteller-Riege hat es wohl noch nie gegeben. Zu Ehren der 49 Todesopfer des Massakers in einem Nachtclub für unter anderen Schwule und Lesben in Orlando vor knapp drei Wochen haben sich 49 Prominente zusammengefunden, unter ihnen Sänger, Schauspieler und Hollywoodregisseure wie Rob Reiner („Harry und Sally“) sowie Ryan Murphy („Glee“) und Produzent Ned Martel („The Normal Heart“), die zwar nicht im Film auftauchen, ihn aber gedreht haben.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Die Idee dazu hatte die Organisation Human Rights Campaign, die sich in den Vereinigten Staaten für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender (LGBT) und Menschen einsetzt, die ihre Sexualität in Frage stellen (Queer). Nach einem kurzen Vorspann, bei dem erwähnt wird, dass es sich bei dem Überfall am 12. Juni auf den Club „Pulse“ sowohl um den tödlichsten Angriff eines einzelnen Täters in der amerikanischen Geschichte als auch um den schlimmsten Gewaltakt gegen LGBTQ-Menschen in den Vereinigten Staaten gehandelt habe, macht Sängerin Lady Gaga den Anfang.

          Wie alle, die noch folgen, trägt sie schlichtes Schwarz. Sie erzählt die Geschichte des 27 Jahre alten Jean Carlos Nieves Rodriguez, der, seit er 15 war, in einem Schnellrestaurant arbeiten musste, um seine Familie finanziell zu unterstützen. Gerade erst war er Manager einer Scheckeinlösestelle geworden und hatte ein Haus gekauft, in dem auch seine Mutter mit ihm leben konnte, als er von Omar Mateen getötet wurde. „Er ging gern an den Strand“, erzählt Lady Gaga. „Sein bester Freund nannte ihn einen großen Teddybär. Am glücklichsten war er, wenn er sich um andere kümmern konnte.“

          „Liebe besiegt Hass“

          Schon wird das nächste Foto des 23 Jahre alten Stanley Almodovar III gezeigt, den Hollywood-Star Chris Pine vorstellt. Angela Bassett, Kathy Bates, Gerard Butler, Jamie Lee Curtis, Jane Fonda, Cuba Gooding Jr., Anna Paquin, Sofía Vergara, Kerry Washington – sie alle gedenken der Reihe nach eines Opfers. Und auch einige LGBT-Prominente sind dabei: Chaz Bono, der Sohn von Sängerin Cher zum Beispiel, der als Mädchen Chastity zur Welt kam; Caitlyn Jenner („Keeping Up with the Kardashians“), die einst als Bruce Jenner die olympische Goldmedaille im Zehnkampf gewann; sowie die ebenfalls transsexuelle Schauspielerin Laverne Cox („Orange Is the New Black“). Zu den wenigen offen homosexuellen Stars aus Hollywood zählen in dem achtzehnminütigen Film die beiden Schauspieler Guillermo Díaz („Scandal“) und Cheyenne Jackson („American Horror Story“).

          Am Ende folgt der Aufruf, sich ebenfalls dafür einzusetzen, dass Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und sexuellen Identität offen, frei und sicher leben können. „Liebe besiegt Hass“, sagt Laverne Cox noch, dann endet der Spot mit dem Hinweis, dass der amerikanische Kongress seit dem Orlando-Massaker schon vier Gesetzesvorhaben, die sich für eine Verschärfung der Waffengesetze aussprechen, abgewiesen habe, während alleine in diesem Jahr schon 200 Gesetze in amerikanischen Bundesstaaten angenommen worden seien, die sich gegen die Rechte von LGBTQ-Menschen richten.

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