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20 Jahre SMS : „Wenn du wach bist, melde dich“

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Auch die Kanzlerin „simst“ gerne. Per SMS erhielt sie etwa das Rücktrittsgesuch des damaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Bild: Franz Bischof

Jobs kündigen, Beziehungen beenden, Skandale auslösen: Mit einer kleinen SMS ist alles möglich. Begonnen hat alles vor genau 20 Jahren – mit einem simplen Weihnachtsgruß.

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          Am 3. Dezember 1992 wurde zum ersten Mal eine SMS verschickt. Der „Short Message Service“, der auf 160 Zeichen begrenzt ist, wächst seitdem unaufhaltsam. Nach Schätzungen der Bundesnetzagentur wurden im Jahr 2011 allein in Deutschland 46 Milliarden Kurzmitteilungen verschickt. Schön für die Mobilfunkanbieter, die viel Umsatz damit machen. Und schön für die Instant-Kommunikation: „Simsen“ wurde zum Hobby der Handygesellschaft. Allerdings hat die SMS viel Konkurrenz bekommen, von Twitter, Facebook, Whatsapp und weiteren Internetdiensten. Und dennoch: Per SMS werden Jobs gekündigt, Beziehungen beendet, Skandale hervorgerufen oder Freundlichkeiten ausgetauscht. Zum Geburtstag blicken wir daher auf die schönsten Kurzmitteilungen zurück:

          • „Merry Christmas“

          Neil Papworth, der für die britische Sema Group eine SMS-Software für Vodafone entwickelte, schickt den netten Wunsch am 3. Dezember 1992 als erste SMS überhaupt an Vodafone-Chef Richard Jarvis.

          • „Sei mir bitte nicht böse. Ich bin ernsthaft am Überlegen, ob wir uns nicht eine Auszeit gönnen. Ich habe nicht die Zeit und den Kopf für eine Beziehung.“

          Der erste Gewinner der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“, Alexander Klaws, im Jahr 2003 an seine damalige Freundin Angela. Die SMS verschickt er wenige Tage vor dem Show-Finale aus dem „Superstar“-Haus, weil er aufgrund einer Erkältung seine Stimme schonen wollte.

          Ob Nicolas Sarkozy seine Hochzeit mit Carla Bruni wirklich absagen wollte, bleibt sein Geheimnis.
          Ob Nicolas Sarkozy seine Hochzeit mit Carla Bruni wirklich absagen wollte, bleibt sein Geheimnis. : Bild: dpa
          • „Wenn Du zurückkommst, sage ich alles ab!“

          Nicolas Sarkozy angeblich an seine zweite Gattin Cécilia Ciganer-Albéniz, wenige Tage vor der Hochzeit mit Carla Bruni am 2. Februar 2008. Der Journalist des „Nouvel Observateur“, der über die Mitteilung berichtet hatte, kannte sie allerdings nur aus einer „verlässlichen Quelle“.

          • „Kein Unterschied zu den schwarzen.“

          Der Grünen-Politiker und Verwaltungsbürgermeister von Stuttgart, Wolfgang Wölfle, im September 2011 an die „Stuttgarter Nachrichten“. Es sei ihm peinlich, wie die Regierung Kretschmann Leute mit Posten versorge, deren Qualifikation nur das Parteibuch sei. Außerdem wolle er sich nun betrinken. Eigentlicher Adressat war ein Freund des Politikers.

          • „Ich lösche sie aus meinem Handy“

          Václav Klaus, der tschechische Staatspräsident, versucht Anfang Dezember 2008 mit dieser Drohung an jene, die den bisherigen Parteichef und Premier Mirek Topolanek wiederwählen wollen, seinen Favoriten bei der Wahl des Parteichefs zu unterstützen.

          Seine Zeit in Hoffenheim endete mit einem regen Machtstreit: Ralf Rangnick.
          Seine Zeit in Hoffenheim endete mit einem regen Machtstreit: Ralf Rangnick. : Bild: AFP
          • „Dietmar, wenn du schon wach bist, melde dich.“

          Ralf Rangnick, damals Trainer der TSG 1899 Hoffenheim, wendet sich Ende Dezember 2010 an Mäzen Dietmar Hopp. Als Hopp sich meldet, entlässt er Rangnick.

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