https://www.faz.net/-gum-95nk4

Peinlich für May : 160 versuchte Porno-Aufrufe pro Tag aus dem Parlament

  • Aktualisiert am

Das britische Parlament in Westminster, aufgenommen am 3. Januar 2018: 160 Mal am Tag gibt es von hier aus Versuche, pornografische Seiten aufzurufen. Bild: Reuters

In den vergangenen Monaten hat es in London zehntausende Versuche gegeben, vom Parlaments-Netz aus Pornoseiten aufzurufen. Für die Premierministerin kommt dieses Detail zur Unzeit ans Licht.

          Seit der Neuwahl in Großbritannien hat es mehr als 24.000 Versuche gegeben, vom Parlament aus Pornoseiten im Internet aufzurufen. Das sind etwa 160 Versuche täglich aus dem Netz des britischen Parlamentes, das von Angestellten, Abgeordneten und ihren Mitarbeitern genutzt wird.

          Die offizielle Zahl wurde herausgegeben, nachdem die Nachrichtenagentur Press Association eine Anfrage auf Grundlage eines Gesetzes zur Informationsfreiheit gestellt hatte.

          Aus dem Parlament hieß es laut einem Bericht des „Guardian“, die Mehrzahl der Aufrufe sei unabsichtlich erfolgt. Ein Sprecher des Parlaments erklärte: Pornoseiten seien vom Parlamentsnetz aus nicht zugänglich. Bei der Zahl handele es sich nicht um Aufrufe pornografischer Seiten, sondern um blockierte Versuche, solche Seiten zu erreichen – mehrheitlich unbeabsichtigt.

          Die Zahl kommt für das britische Parlament dennoch zur Unzeit: Premierministerin Theresa May will in diesen Tagen ihr Kabinett umbilden.

          Erst kürzlich hatte sie ihren Stellvertreter Damian Green nach Belästigungsvorwürfen und Berichten über Pornografie auf seinem Dienstrechner entlassen. Es war von einem Sexskandal in Westminster die Rede gewesen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Spahns Notfallplan : Verdächtig viel Zustimmung

          Der Gesundheitsminister will Kassenärzte und Krankenhäuser zur Zusammenarbeit zwingen – und erhält dafür Lob von allen Seiten. Doch bei der Umsetzung sperren sich die Verantwortlichen noch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.