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Schnee in Bayern : 120 anullierte Flüge in München, Entspannung bei der Bahn

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Verschneite Gleise am Freitag in München: Die Verspätungen bei der Deutschen Bahn sind bislang überschaubar. Bild: dpa

Die Ferien gehen, der Winter kommt: Am Münchner Flughafen wurden bisher 120 Flüge annulliert, etliche weitere sind verspätet. Die Verzögerungen bei der Deutschen Bahn halten sich derweil in Grenzen.

          Am Münchner Airport wurden wegen des starken Schneefalls am Samstag inzwischen 120 Flüge annulliert. Eine Sprecherin schloss nicht aus, dass die Zahl noch weiter steigt. Zudem gibt es massive Verspätungen. Mindestens 70 Flüge heben erst mit einer Verzögerung von einer Stunde oder mehr ab. Regulär waren für den Samstag etwa 850 Starts und Landungen vorgesehen. Schnee und Eis brachten den Flugplan durcheinander.

          „Wir brauchen rund 25 Minuten, um eine Bahn zu räumen, während dieser Zeit ist die Bahn gesperrt“, sagte die Sprecherin weiter. Auch das Enteisen der Maschinen koste Zeit. Zudem reduziert die Flugsicherung bei schlechter Sicht die Zahl der Flüge.

          Weil sich die Verspätungen häuften, hätten sich einige Airlines für die Stornierung einzelner Verbindungen entschieden. In der Region rund um den Flughafen waren seit Samstagmorgen bei teils böigem Wind etliche Zentimeter Neuschnee gefallen.

          Bei der Bahn sieht es bislang entspannt aus: Schnee und Eis bringen die Züge in Bayern bisher kaum aus dem Takt. Am Samstagmorgen ließ sich auf der Südostbayernbahn zwischen Garching und Mühldorf eine Weiche zeitweise nicht mehr bewegen. Drei Züge waren erheblich verspätet. Am Vormittag fuhren die Bahnen auf der Strecke wieder regulär. „Insgesamt läuft der Verkehr stabil“, sagte ein Sprecher der Bahn am Morgen. Kleinere Verspätungen könne es aber hier und da geben. In München kam es auf der S2 und S7 zu Verspätungen von etwa 15 Minuten.

          Bis Montag könnte es auch in tieferen Lagen des Freistaates insgesamt 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee geben, der jedoch angesichts milder Temperaturen auch immer wieder taue. Schneehöhepunkt sei am Samstag, da könnten auch in München bis zum Abend bis zu 15 Zentimeter Schnee fallen.

          Autofahrer hatten sich am Freitag offenbar bereits auf den Neuschnee eingestellt. Zwar kam es bayernweit zu Unfällen, Chaos auf den Straßen blieb jedoch aus. Die meisten Unfälle gingen glimpflich aus – es gab Blechschäden.

          Die Bergwacht und der Deutsche Alpenverein warnten vor Ski- oder Wandertouren in unsicheren Gebieten. Die Einsatzkräfte der Bergwacht sind nach eigenen Angaben in Alarmbereitschaft, rechnen aber nicht mit mehr Rettungseinsätzen. „Wenn die Lawinengefahr bei vier oder fünf auf der Skala liegt, sind wesentlich weniger Leute unterwegs“, sagte David Pichler von der Bergwacht Chiemgau am Freitag.

          Skiurlauber müssen sich auf den von Süden kommenden Autobahnen A8, A93, A95 und A96 sowie auf der der A99 um München vor allem am Samstagnachmittag sowie Sonntagnachmittag und -abend auf Staus einstellen. Betroffen sind einem ADAC-Sprecher zufolge auch die A8 Richtung Ulm und Stuttgart sowie die A9 in Richtung Nürnberg und Berlin sowie der Großraum Frankfurt. Der Fachmann riet Autofahrern, Decken und warme Getränke einzupacken.

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