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Menschen : Sie hat ihm den Rücken freigehalten, nun darf sie gehen

  • -Aktualisiert am

Das „Dino-Ehepaar” vor der Trennung Bild: dpa

Martina und Stefan Effenberg galten als Dino-Ehepaar der Fußball-Bundesliga. Nun haben sie sich getrennt.

          2 Min.

          „Fußball ist eine Männerwelt, da sind Frauen unerwünscht. Aber ich habe mir über die Jahre Akzeptanz erkämpft“, hat Martina Effenberg (35) in einem der zahlreichen Interviews gesagt, die sie seit 1994 geführt hat. Damals übernahm sie die Geschäftsführung des Unternehmens Stefan Effenberg und Familie.

          Fünf Jahre war die Mönchengladbacherin, die vorher am Niederrhein eine Boutique besaß, zu diesem Zeitpunkt mit dem exzentrischen Fußballprofi (heute 33) verheiratet. Die Mutter von drei Kindern, die älteste Tochter brachte sie in die Ehe mit, hat sich seitdem einen Namen gemacht als kundige, kompromisslose Managerin ihres Mannes, die sich nicht scheut, für ihn den Unmut auf sich zu ziehen. Sie verschaffte ihm bei Rekordmeister Bayern München 1998 den damals bestdotierten Vertrag der Bundesliga. Acht Millionen Mark verdiente der Spielmacher in München pro Jahr.

          Vorzeigefamilie mit Ecken und Kanten

          Das „Dino-Ehepaar der Bundesliga“ - so die Teilzeitmanagerin Effenberg - leistete sich ein luxuriöses Leben. Villa in München und Miami, teure Sportwagen und Urlaube. Die Effenbergs galten als Vorzeigefamilie mit Ecken und Kanten. „Ich will keinen angepassten Mann, da könnte ich mir ja gleich einen kopfnickenden Dackel zu Hause aufstellen, wie ihn mancher Autofahrer auf der Hutablage hat“, sagte sie über ihren extrem unangepassten Mann, der als Klaus Kinski der Bundesliga gilt.

          Und Martina war die starke Frau an seiner Seite. 1994 legte sie sich bei der Weltmeisterschaft mit dem damaligen Bundestrainer Berti Vogts an, weil der keine Spielerfrauen im Mannschaftsquartier dabeihaben wollte. Später rief sie in den Zeitungsredaktionen im ganzen Land persönlich an, wenn die etwas Unwahres oder allzu Negatives über ihren Gatten schrieben.

          Effenberg war seiner Frau mehr als dankbar. „Mehr als ein Jahrzehnt hat sie mir den Rücken freigehalten, jetzt tun wir, was sie will“, sagte er noch Ende letzten Jahres, als es um seine sportliche und private Zukunft ging. Bei den Bayern wird sein Vertrag nicht verlängert, die Effenbergs sind seither auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Vereine in England, Spanien oder USA waren im Gespräch. Daraus wird nun nichts mehr. Denn Stefan Effenberg gab nun die Trennung von seiner Frau bekannt. Er hat eine neue Freundin.

          Der Tiger trennt sich

          „Martina und ich haben uns auseinander gelebt, das war eine Entwicklung in den letzten sechs bis neun Monaten. Die Trennung verlief harmonisch, wir haben viele gute Gespräche geführt", sagte Stefan Effenberg, der früher auf dem Platz den Spitznamen Tiger trug. Martina Effenberg, die nebenbei eine Ausbildung als staatlich geprüfte Fitnesstrainerin absolvierte und ein Fernstudium Innenarchitektur abschloss, ist nach der Bekanntgabe der Trennung mit den Kindern gleich ins familieneigene Haus nach Miami gereist. Möglich sei, dass Martina weiterhin seine Managerin bleibe, so der Fußballer.

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