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Menschen : Schottischer Whisky als Gegengift

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Ein Whisky kann Leben retten Bild: dpa

Mit einer Whisky-Therapie wurde die Schottin Glennis Middleton möglicherweise vorm Nierenversagen bewahrt.

          Ein schottischer Arzt hat einer Patientin Whisky gegen irrtümlich eingenommenes Frostschutzmittel verschrieben. Wie die „Times“ am Dienstag berichtete, hatte Glennis Middleton (51) aus Forfar nördlich von Edinburgh zu Hause nach einem Drink gegriffen, ohne zuvor ihre Brille aufzusetzen. Nach drei Schlucken bemerkte sie, dass diese Flüssigkeit eher in den Kühler ihres Wagens statt in ihren Magen gehört hätte.

          Im Krankenhaus flößten ihr die Ärzte zwei Schluck hochprozentigen Whisky ein und verschrieben ihr einen weiteren Schluck jeweils stündlich. Mrs. Middleton, der Whisky fast genauso wenig schmeckt wie Frostschutzmittel, musste sich die Nase zuhalten und ihre Augen schließen, um die Medizin herunterzubekommen. Sie hätte auch Wodka oder Gin als Gegengift einnehmen können, aber als überzeugte Schottin entschied sie sich für das Nationalgetränk. Sie überstand das Erlebnis ohne bleibende Schäden.

          Der behandelnde Arzt Shobhan Thakore aus Dundee erläuterte in der „Times“, dass die beiden in Gefrierschutzmittel enthaltenen Stoffe Ethylenglykol und Methanol giftig werden, wenn sie von einem Enzym in der Leber umgewandelt werden. Dadurch könne es unter anderem zu Nierenversagen und Erblindung kommen. Trinke der Patient jedoch Alkohol, so sei das Enzym vollauf damit beschäftigt, erst einmal dieses Gift abzubauen, während die beiden potenziell giftigen Stoffe des Frostschutzmittels von den Nieren unschädlich gemacht würden. Die Whisky-Therapie müsse jedoch unbedingt ärztlich überwacht werden.

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