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Auto-Attacke in Marseille : Staatsanwalt: Kein Hinweis auf Terroranschlag

  • Aktualisiert am

Forensiker am Tatort in Marseille Bild: AFP

Wenige Tage nach dem Anschlag von Barcelona fährt in Marseille ein Auto in eine Bushaltestelle, ein Mensch stirbt. Der Fahrer wurde festgenommen. Doch die Polizei geht bei der Attacke von persönlichen Motiven des Täters aus.

          Nach der tödlichen Autoattacke auf zwei Bushaltestellen in Marseille hat der Chefermittler keine Hinweise auf einen Terroranschlag. Es gebe „kein Element“, um von einer terroristischen Tat zu sprechen, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Xavier Tarabeux, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Die Ermittler hätten hingegen bei dem Mann ein Schreiben in Verbindung mit einer psychiatrischen Klinik gefunden – die Ermittlungen orientierten sich eher in diese Richtung, so Tarabeux.

          Die Staatsanwaltschaft in Marseille war bei einer dpa-Anfrage zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Bei der Attacke war ein Mensch getötet worden, nach Medienberichten handelt es sich um eine etwa 40 Jahre alte Frau.

          Der Verdächtige sei zwar der Polizei bekannt gewesen, nicht aber den Geheimdiensten, die in Frankreich mutmaßliche islamistische Gefährder erfassen. Ein Zeuge habe das Nummernschild registriert, deshalb sei die Polizei auf seine Spur gekommen, so BFMTV.

          Frankreich war in den vergangenen Jahren Ziel mehrerer islamistischer Anschläge. Erst Anfang des Monats war ein Mann bei Paris in eine Gruppe Soldaten gefahren, Ermittler gehen einem Terrorverdacht nach. Vergangene Woche war östlich von Paris ein Mann mit einem Fahrzeug in eine Pizzeria gerast und hatte ein Mädchen getötet – in diesem Fall schloss die Staatsanwaltschaft ein terroristisches Motiv allerdings aus.

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