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Mars-Mission : „Spirits“ Marschroute steht fest

  • Aktualisiert am

Die Nasa hat den Landeplatz geortet - 13.1.2004 Bild: Nasa

Der Marsroboter „Spirit“ ist von dem Punkt, an dem er aufsetzte, noch etwa 800 Meter auf seinen Airbags weitergehüpft. Doch jetzt weiß die Nasa, wo er steckt und hat die Marschroute festgelegt.

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          Nachdem zunächst unklar war, wo genau auf dem Mars der amerikanische Marsroboter „Spirit“ zum stehen gekommen war, hat die Nasa am Dienstag seinen genauen Standort geklärt und eine Marschroute festgelegt.

          Beim Aufsetzen auf dem Mars dämpften Airbags „Spirits“ Fall. Doch wie Hüpfbälle beförderten die Airbags „Spirit“ vor dem Stillstehen noch um etwa 800 Meter von dem Originallandeplatz weit weg. Das sorgte für Probleme, weil der kleine Roboter pro Tag nur etwa fünfzig bis hundert Meter zurücklegen kann. Daher war es sehr wichtig, die genaue Position zu kennen. Und die Panoramabilder, die „Spirit“ von der eintönigen Landschaft lieferte, gaben zunächst nicht genug Anhaltspunkte.

          Auswertung der Mars-Bilder

          Doch am Dienstag wertete die Nasa die Bilder aus und fand die entsprechenden Marken in der Landschaft. Um den Roboter zu lokalisieren, setzte die Nasa auf ein dem Global Positioning System auf der Erde ähnlichen System, das die Position mithilfe von Satelliten bestimmt.

          Das Panoramabild nach Marksteinen abgesucht - 13.1.2004

          Mit den neuen Erkenntnissen kann „Spirit“ zunächst auf einen Krater zufahren und später noch einige Hügel anpeilen. Der Krater liegt den Berechnungen zufolge etwa 250 Meter nordöstlich des Landemoduls. „Wir werden uns sehr vorsichtig nähern. Niemand ist bislang einen Mars-Krater hinaufgefahren“, warnt Steve Squyres, Chef-Forscher der Mars-Missionen „Spirit“ und der Schwestersonde „Opportunity“. Der Krater mißt 200 Meter im Durchmesser und entstand vermutlich durch einen Meteoriteneinschlag. Dadurch liegen um ihn herum Steine aus einer Tiefe von bis zu 30 Metern. „Das gibt einen Einblick in den Mars-Untergrund“, sagt Squyres. „Spirit“ soll außerdem klären, ob in den Kratern jemals Wasser stand.

          Hügel sind angepeilt

          Die etwa 100 Meter hohen Hügel, die „Spirit“ nach der Untersuchung der Krater besuchen soll, sind etwa drei Kilometer weit entfernt. Von dort aus erhofft sich die Nasa einen Ausblick über den Mars. Doch die Strecke, die die Nasa als Erfolg für „Spirit“ definiert hat, ist nur ein Fünftel so lang, doch die Nasa hofft auf die höhere Haltbarkeit des Landemoduls. „Ich weiß nicht, ob wir diese Hügel erreichen werden“, sagt Squyres, „aber wir werden versuchen, auf sie zuzugehen“.

          Zunächst muß „Spirit“ jedoch loslaufen. Nachdem er schon 25 Zentimeter zurückgesetzt hat und sich um 45 Grad gedreht hat. „Wir haben den Anker gelichtet und bereit, uns zu bewegen,“ sagt Flugdirektor Chris Lewicki. Mit einer weiteren Drehung um 115 Grad macht er sich für das endgültige Losfahren am Donnerstag bereit.

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