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Mars-Mission : "Mars Express" nimmt die Arbeit auf

  • Aktualisiert am

Die Stereokamera erlaubt es, Marsbilder in Schrägsicht umzurechnen Bild: Esa

Die Mars-Express-Sonde der Esa nimmt die Arbeit auf, die wissenschaftlichen Instrumente sind in der Aufwärmphase. Die hochauflösende Kamera lieferte am Montag das erste Bild.

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          Die Mars-Mission der Esa nimmt die Arbeit auf. Die wissenschaftlichen Geräte haben den Testmodus durchlaufen und liefern die ersten Ergebnisse. Zuvorderst schickte die High Resolution Stereo-Camera HRSC das erste „Marsbild made in Europe“.

          Das erste Bild lieferte die Kamera am 14. Januar. Die Bearbeitung dauerte aber bis heute. Das Bild zeigt eine 1.700 Kilometer lange und 65 Kilometer breite Region des Mars aus dem Valles Marineris aus zwei Perspektiven. Insgesamt ist das fotografierte Gebiet 120.000 Quadratkilometer groß. Die Auflösung beträgt zwölf Meter pro Pixel in Farbe und 3-D. Das Bild zeigt zwei Perspektiven (oben aus der Senkrechten, unten in Schrägsicht umgerechnet) und oben links, wo die fotografierte Gegend auf dem Mars liegt. Mars Express befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahme sich in einer Umlaufbahn in 275 Kilometern Höhe.

          Schon seit der vergangenen Woche sendete HRSC Testbilder. Gerhard Neukum, der die Kamera entwickelte, verspricht sich von der Kamera Bilder von noch nie gesehener Qualität. Er möchte anhand der Stereobilder, die die Marsoberfläche in einer Auflösung von vielleicht zehn Metern zeigen werden, die Entwicklung des Mars nachvollziehen. Sogar die Spuren von Wasser könnte man anhand der Daten datieren, sagt Neukum.

          So sieht HRSC den Mars

          Stereobilder vom Mars

          Die HRSC besteht aus neun Kameras, die die Stereobilder ermöglichen. Stereobilder zeigen aufgrund der Unterschiede im Winkel, aus dem das Bild gemacht wird, Unterschiede im Reflexionsverhalten der Marsoberfläche. Eine Super-Resolution-Kamera sorgt außerdem für besonders genaue Bilder, an Stellen, wo es den Wissenschaftlern sinnvoll erscheint genauer hinzuschauen. Die HRSC ermöglicht Auflösungen von bis zu zehn Metern, im Super-Resolution-Channel sogar von zwei bis drei Metern, während die Bilder des „Mars Global Surveyor“ nur auf 200 bis 300 Meter pro Bildpunkt auflösen.

          Der Mars-Express-Orbiter soll als „Mars- Beobachtungssatellit“ zwei bis drei Jahre um den Roten Planeten kreisen und seine Instrumente sollen den Mars analysieren.

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