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„Außergewöhnliches Unwetter“ : Mindestens 50.000 Euro in Geldscheinen wehen aus Mainzer Hochhaus

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Passanten versuchen, herabfliegende Geldscheine in der Frankfurter Innenstadt zu fangen (Symbolbild). Dort gab es sie 2014 bei einer Aktion geschenkt. Bild: dpa

Wolkig mit Aussicht auf Geldscheine: Aus einem Hochhaus in Mainz sind am Montagnachmittag mindestens 50.000 Euro geflattert. Besitzer und Herkunft sind noch unklar. Das Einstecken der Banknoten ist laut Polizei nicht erlaubt.

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          Geldscheine im Wert von mindestens 50 000 Euro sind in Mainz aus einem Hochhaus geflattert. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, haben mehrere Anwohner aus dem Hochhauskomplex am Montagmittag das „außergewöhnliche Unwetter“ gemeldet. Anwohner hätten bereits einen fünfstelligen Betrag eingesammelt und der Polizei übergeben. Bei der Suche nach Scheinen kam zudem ein Spürhund zum Einsatz. Eine Sprecherin betonte, dass das Einstecken der Banknoten nicht erlaubt ist. Es handele sich um eine Fundunterschlagung, die zu einer Geld- oder Haftstrafe führen könne.

          Der Eigentümer der hohen Geldsumme ist noch unbekannt. Auch bis zum späten Dienstagnachmittag habe sich noch niemand gemeldet, sagte die Sprecherin. Sollte der Besitzer sich nicht im Laufe des Dienstags melden, wird das Geld an das Fundbüro der Stadt Mainz übergeben. Der rechtmäßige Eigentümer kann gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises das Geld abholen.

          Unklar war laut Polizei, aus welchem Gebäude der Geldregen stammte und warum die Banknoten aus dem Haus geflogen waren. „Die Vermutungen reichen von eingenähtem Geld in einem Kopfkissen, das versehentlich beim Ausschlagen herausfiel, bis hin zu Geld, das aus einer Straftat stammt“, hieß es. Zuvor hatte der Südwestrundfunk berichtet.

          „Ich vermute, der Tatbestand der Fundunterschlagung ist nicht allen Menschen bekannt“, sagte die Rechtsexpertin Jennifer Vanessa Kaiser der Deutschen Presse-Agentur. Bei einem Geldschein handele es sich um eine „fremde bewegliche Sache“ im Sinne des Gesetzes. „Wenn ich den Schein einfach einstecke, unterschlage ich ihn rein juristisch. Dann könnte eine Geldstrafe oder gar eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren drohen.“ Abzugeben sei eine solche Fundsache bei der Polizei oder im Fundbüro. „Ebenfalls gesetzlich geregelt ist ein gestaffelter Finderlohn“, sagte Kaiser in Ingelheim am Rhein.

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