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Magnetschwebebahn : Länder halten am Transrapid im Rhein-Main-Gebiet fest

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So könnte der Transrapid zwischen Trier und Frankfurt fahren Bild: faz.net

In 20 Minuten von Frankfurt zum Flughafen Hahn - dafür planen die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz weiter mit dem Transrapid.

          Hessen und Rheinland-Pfalz halten auch nach der Vergabe der Transrapid-Zuschüsse an Nordrhein-Westfalen und Bayern an der Idee einer Magnetbahn zwischen den Flughäfen Frankfurt und Hahn fest. Dies sei weiterhin eine „realistische Option“, sagte der Mainzer Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP).

          Sein hessischer Amtskollege Dieter Posch (FDP) sagte, er stehe zu dem Projekt. Das Bundesverkehrsministeriums teilte indes mit, aus dem Transrapid-Topf werde dafür kein Zuschuss fließen. Allerdings gebe es für die Länder andere Möglichkeiten, Geld für das auf bis zu drei Milliarden Euro geschätzte Projekt aufzubringen. Denkbar seien andere Bundesförderungen, eigene Landesmittel oder Drittmittel.

          Zu Spekulationen, ob der Flughafen-Transrapid bei einem möglichen Rückzieher eines der jetzt bedachten Projekte neue Chancen haben könnte, wollte der Sprecher von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) nicht Stellung nehmen. Das Ministerium gehe davon aus, dass die zwei Projekte umgesetzt würden.

          Bundeszuschüsse vergeben

          Bodewig hatte vor kurzem entschieden, für den Metrorapid zwischen Dortmund und Düsseldorf 1,75 Milliarden Euro Zuschuss und für die Strecke zwischen Münchner Flughafen und Hauptbahnhof 550 Millionen Euro bereitzustellen.

          Der rheinland-pfälzische Minister Bauckhage sagte, auf der rund 100 Kilometer langen Strecke zwischen Frankfurt und Hahn könne die Technik ihre Stärken im Praxisbetrieb am besten demonstrieren. Damit sei eine Verbindung in 20 Minuten denkbar. Mit dem Linienbus dauert eine Fahrt von Frankfurt nach Hahn derzeit anderthalb Stunden.

          Rhein-Main-Region hält zusammen

          Angesichts der anhaltenden Debatte um die Wirtschaftlichkeit der beiden vom Bund ausgewählten Strecken hatten sich zuletzt auch die Oberbürgermeister von Frankfurt und Mainz für einen Transrapid im Rhein-Main-Gebiet stark gemacht. Die Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport, die auch Mehrheitseigner am Flughafen in Hahn ist - befürwortet eine solche Verbindung ebenfalls. Damit steigen die Chancen, Hahn als zweites Standbein des Rhein-Main-Flughafens auszubauen.

          Bis zum Frühjahr wollen die Landesregierungen in Mainz und Wiesbaden prüfen, wie die Verknüpfung beider Flughäfen verbessert werden soll. Dazu gehöre auch der Ausbau von Bundesstraßen, Autobahnen und herkömmlichen Bahnstrecken. Derzeit werden die Bundesstraßen zum Hunsrück-Flughafen ausgebaut. Für die Bahnanbindung gibt es bislang nur Konzepte.

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