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Madonna in Israel : Der öffentliche Glaube des Superstars Esther

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Auftritt Esther bei einer Kabbala-Konferenz Bild: AP

Festgenommene Leibwächter, strenge Kleiderregeln für Journalisten und viele, viele Fotos: Wenn ein Popstar wie Madonna, die sich inzwischen Esther nennt, Israel besucht, gehört das offenbar dazu.

          Festgenommene Leibwächter, strenge Kleiderregeln für Journalisten und viele, viele Fotos: Wenn ein Popstar wie Madonna, die sich inzwischen Esther nennt, Israel besucht, gehört das offenbar dazu.

          Die Sängerin hält sich gemeinsam mit ihrem Ehemann Guy Ritchie zu den jüdischen Neujahrsfeiern in Israel auf und nimmt in Tel Aviv an einer Konferenz zur mystischen Kabbala-Lehre mit etwa 2000 Gästen teil. Am Samstag abend wollte sie eine Rede bei einer Veranstaltung über die Spiritualität von Kindern halten.

          Die aus einer katholischen Familie stammende Madonna hat zuletzt 1993 ein Konzert in Israel gegeben. Seit mehreren Jahren befaßt sie sich mit der altjüdischen Kabbala-Lehre und nennt sich inzwischen Esther.

          Auftritt Esther bei einer Kabbala-Konferenz Bilderstrecke

          Eine Stunde im Mausoleum

          Mit ihren Mann Guy Ritchie hatte Madonna mehr als eine Stunde am Grab des Kabbala-Mystikers Jehuda Ashlag verbracht. Fünf Minuten lang durften Fotografen anwesend sein. Anhänger der Kabbala glauben, daß Wünsche in Erfüllung gehen, wenn sie Gräber von Gelehrten besuchen.

          Solange sich Madonna in der Grabstätte aufhielt, schirmten ihre Wächter den Eingang mit schwarzen Tüchern ab und blendeten die draußen stehenden Fotografen mit Blitzlichtern. Anschließend fuhr Madonna zur Klagemauer, stieg an der heiligen Stätte aber nicht aus dem Wagen. An der Mauer erwarteten sie mehrere junge Gläubige. Einige von ihnen riefen: „Sie hat kein Recht, hier zu sein.“

          Für ihren Besuch hatte eine PR-Agentur strikte Regeln aufgestellt. So sollten Journalisten nur in weißer Kleidung erscheinen und weder Schreibzeug noch Kameras mitbringen, um das jüdische Neujahrfest zu achten. Auf die Einhaltung der Regeln wurde offensichtlich strengstens geachtet: Nach einem Gerangel mit Journalisten hat die israelische Polizei zwei Leibwächter Madonnas festgenommen. Der israelische Armeesender meldete am Samstag, die beiden würden verdächtigt, am Vorabend zwei Fotografen geschlagen zu haben.

          Und trotz der strengen Auflagen haben die Agenturen etliche Fotos von Madonnas Israel-Besuch publiziert: Bei einer so öffentlichen Person ist anscheinend selbst der Glaube nicht Privatsache.

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