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Lungenkrankheit : Universität Berkeley sperrt Studenten aus SARS-Ländern aus

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die Universität von Kalifornien in Berkeley schickte wegen Bedenken wegen SARS allen Studenten aus China, Taiwan und Singapur, die im Sommersemester anfangen wollten zu studieren, eine Absage.

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          Die Universität von Kalifornien in Berkeley ergreift im Kampf gegen die lebensgefährliche Lungenkrankheit SARS drastische Maßnahmen. Sie schickte allen Studenten aus China, Taiwan und Singapur, die im Sommersemester in Berkeley studieren wollten, eine Absage. Betroffen seien etwa 500 Studenten. Nach Beratungen mit Gesundheitsexperten habe man sich entschlossen, Einschreibungen von Studienanfängern aus diesen Gebieten nicht anzunehmen, teilte die Uni-Leitung am Montag auf ihrer Internetseite mit. Die Studiengebühren würden in vollem Umfang erstattet. Nach Medienberichten vom Dienstag ist Berkeley die erste Universität in den Vereinigten Staaten, die sich zu einem solchen Schritt entschloss.

          Die Elite-Universität östlich von San Francisco begründete die Maßnahme mit der Sorge um die Sicherheit der anderen Studenten. Es sei einfach unklar gewesen, wie etwa Studenten in den Wohnheimen geschützt werden könnten. Schon länger eingeschriebene Studenten aus den betroffenen asiatischen Gebieten, die nun nach einem Heimaturlaub zurückkehren, würden eingehend medizinisch befragt und für zehn Tage unter Beobachtung gestellt, heißt es.

          In China meist 20- bis 50-Jährige erkrankt

          In China stellte sich derweil heraus, daß ein Großteil der Erkrankten zwischen 20 und 50 Jahren alt ist. Ihr Anteil beträgt nach Angaben eines Sprechers mit 1.391 von insgesamt 1.900 Patienten 73 Prozent. Älter als 50 Jahre seien 17 Prozent oder 337 Patienten. Männer und Frauen machten jeweils die Hälfte aus. 17 Prozent oder 335 Erkrankte seien Mitarbeiter in Krankenhäusern. Von 8 erkrankten Ausländern seien 6 wieder als geheilt entlassen.

          In China wird desinfiziert, in Amerika nicht zugelassen
          In China wird desinfiziert, in Amerika nicht zugelassen : Bild: AP

          Landesweit haben sich bereits 4.280 Menschen angesteckt. 206 Menschen sind gestorben, davon allein in Peking 103 Patienten. Mehr als 16.400 Menschen wurden in der Hauptstadt nach amtlichen Angaben bisher unter Quarantäne gestellt. Mehr als 5.600 sind bereits wieder entlassen worden.

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